Acht-Ecken-Haus

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Acht-Ecken-Haus, im Sommer 2007

Die heutige Friedrich-Ebert-Straße in der Innenstadt von Potsdam war ursprünglich weitaus schmaler. Als Hohewegstraße stand nur die westliche Fahrbahn zur verfügung. Die Häuserblocks standen auf den heutigen Straßenbahngleisen und reichten bis zum Gebäude der Bibliothek. Dadurch entstand die kleine Straßenreuzung: Hohewegstraße / Schwertfegerstraße. Die Eckhäuser dieser Kreuzung wurden in den Jahren 1771 bis 1773 durch Carl von Gontard erschaffen. Sie waren alle mit konvexen Eckbögen ausgestattet. So hatte jedes Eckhaus zwei Ecken und die Kreuzung insgesamt derer acht. Das Acht-Ecken-Haus ist das letzte verbleibende Haus dieser berühmten Straßenkreuzung. In dieses Haus zog im April 1829 der Dichter Heinrich Heine und beendete dort den dritten Teil seiner „Reisebilder“.

Durch die Nacht von Potsdam am 14. April 1945 wurden unter anderem der gesamte Gebäudekomplex östlich der Hohenwegstraße zerstört. Weitere Häuser der Straße wurden stark zerstört. Von der einstigen Kreuzung Acht Ecken bleib nur das heutige Acht-Ecken-Haus bestehen. Die Wiederherstellung der drei fehlenden Eckhäuser ist Teil des Leitbautenkonzeptes für die Wiederherstellung der Potsdamer Mitte, das am 1. September 2010 beschlossen wurde.

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Quellen