Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften

Aus PotsdamWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR war eine Hochschuleinrichtung zur Aus- und Weiterbildung der leitenden Beschäftigten im Staatsapparat, dem diplomatischen Dienst und der Justiz der DDR. Die Lehrgebäude befanden sich in Potsdam, im Park Babelsberg. Die Verwaltung saß im ehemaligen Präsidialgebäude des Deutschen Roten Kreuzes in der August-Bebel-Straße 89. Heute gehören die Räumlichkeiten zur Universität Potsdam.

Geschichte

Die Geschichte der Akademie begann im Oktober 1948 mit der Gründung der Deutschen Verwaltungsakademie „Walter Ulbricht“, die in Forst Zinna ihren Standort hatte. Im Jahr 1953 wurde diese Akademie mit der im Mai 1952 gegründeten Deutschen Hochschule der Justiz (ehemalige im Mai 1950 gegründeten Richterschule mit Sitz im Park von Babelsberg) verschmolzen. Zunächst wurde der Ehrenname „Walter Ulbricht“ von der Verwaltungsakademie übernommen. Im Jahr 1972 wurde der Zusatzname aus politischen Gründen abgelegt.

Für das zweijährige Studium, das auch als Fernstudium absolviert werden konnte, war keine Hochschulreife erforderlich. Zugelassen wurden führende Mitarbeiter des Staatsapparates und Angehörige des diplomatischen Dienstes. Neben dieser Aus- und Weiterbildung wurde auch rechtswissenschaftliche Forschung betrieben. In der Einrichtung lernten zu letzt (1989) etwa 1.000 Studenten. In dieser Zeit wurde auch die Villa Herpich von der Akademie genutzt.

Am 01. März 1990 erfolgt ein tiefgreifende Umstrukturierung. Äußeres Zeichen dafür war die Umbennung in Hochschule für Recht und Verwaltung. Ein Jahr später wurde die Akademie in die Universität Potsdam eingegliedert. Heute (2010) trägt sie den Namen Juristische Fakultät - Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht.

Weblinks

Quellen

  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“; Verlag für Berlin-Brandenburg; 2010; ISBN 978-3-942476-03-4