Alte Wache

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Die Alte Wache, um 2006

Die ehemalige Alte Wache von Potsdam befindet sich in der Lindenstraße 45, Ecke Charlottenstraße und beherbergt heute eine Zweigstelle der Commerzbank.

Geschichte

Die Alte Wache, um 1905
Die Alte Wache, im Sommer 2005

Das frühklassizistische Wachgebäude markierte die historische Stadtgrenze bis zum Jahr 1733 und ist das einzige erhalten gebliebene Bauwerk von den Befestigungs-Anlagen der Ersten Stadterweiterung. Damals verlief die Stadtmauer von der Alten Wache entlang der heutigen Lindenstraße bis zum ersten Jägertor.

Das heute an dieser Stelle befindliche Gebäude bestand ursprünglich aus zwei Gebäuden: dem Wachhaus der Soldaten und dem Zollhaus. Sie wurden zwischen den Jahren 1795 und 1797 nach den Plänen von Andreas Ludwig Krüger zusammengefaßt und mit einer prunkvollen frühklassizistischen Fassade geschmückt. Der zweigeschossige Bau hat auf den Schauseiten einen Bogengang. Über den Bogen sind Helme zu sehen. Als Attika auf dem obersten Gesims ist eine Figurengruppe zu sehen – mit dem Kriegsgott Mars und der Schutzgöttin Minerva. Und der Bauherr, König Friedrich Wilhelm II., hatte sich auf einem Medaillon porträtieren lassen.

Zu DDR-Zeiten hatte dort der Bezirksvorstand der CDU seinen Sitz.

Etwa ein Jahr nach der Wende ist in das Gebäute eine Zweigstelle der Commerzbank eingezogen.


Quellen

  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“, Götzmann, Jutta; Wernicke, Thomas; Winkler, Kurt (Hrsg.); Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin, 2010, S. 219f; ISBN 978-3-942476-03-4.