Am Stern

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Das Sterncenter, Frühjahr 2008

Das Wohngebiet Am Stern, auch kurz „Stern“ genannt, befindet sich im Osten von Potsdam. Im Verhältnis zu seiner Fläche ist der Stern einer der einwohnerreichsten Stadtteile. Das Zentrum des Wohngebietes bildet der Johannes-Kepler-Platz.

Abgrenzung

Das Wohngebiet „Am Stern“ befindet sich im Gebiet Stern-Drewitz-Kirchsteigfeld und grenzt an die Stadtteile Babelsberg und Kirchsteigfeld. Zudem wird der Stern unscharf durch die Großbeerenstraße, der Autobahn A 115, der Nuthe-Schnellstraße und der Wetzlarer-Eisenbahntrasse – südlich des Bahnhofs Medienstadt - abgegrenzt.

Geschichte

Der Wegestern, Frühjahr 2008
Stern Plaza, Ende 2008

Das Wohngebiet „Am Stern“ wurde nach dem "Wegestern" benannt, der vor dem Jagdschloß Stern zusammenläuft. Das Wohngebiet entstand zwischen der Großbeerenstraße und der Nuthestraße in dem ehemaligen Jagdgebiet von Kurfürst Friedrich Wilhelm I.. Die Siedlung wurde ab 1976 mit etwa 7.400 Wohnungen im komplexen Wohnungsbau (fünfgeschossige Wohnblöcke und Punkt-Hochhaus-Gruppen in WBS-70-Bauweise) errichtet. Damit war in der Zeit der DDR der Stern das größte in Potsdam errichtete Neubaugebiet. Später wurde westlich der Nuthestraße das Drewitz errichtet.

Am Stern wurden – in Anlehnung an dessen Namen – zahlreiche Straßen, Plätze und Gebäude nach Forschern, Mathematikern und Entdeckern benannt, die mit ihren Lebenswerken die Grundlagen für die Erforschung des Weltraumes sowie für die Luft- und Raumfahrt gelegt haben. So wurde z. B. die ehemalige Wohngebietsgaststätte auf dem Johannes-Kepler-Platz nach dem Sternbild „Orion“ benannt, später abgerissen und im Jahr 2005 durch das „Orion-Center“ ersetzt, wo sich auch das Wohngebietszentrum befindet. Zudem wurde die Gagarinstraße und die Pierre-de-Coubertin-Schule erst nach dem sowjetischen Raumfahrt-Pionier, Juri Alexejewitsch Gagarin, später jedoch nach dem französischen Erziehungswissenschaftler Pierre de Coubertin benannt. Das später errichtete Sterncenter wurde zu einem der größten und bekanntesten Einkaufszentren in Potsdam.

1997 wurde eine weitere Wohnbebauung in diesem Gebiet durchgeführt. Damals entstand in der Galileistraße die Wohnanlage „Sterntaler“ im frei finanzierten Wohnungsbau.

Im Jahr 2000 lag das Durchschnittsalter der Stern-Bewohner bei 41,6 Lebensjahren. Der demografische Wandel wird auch darin sichtbar, dass in der Galileistraße eine Kindertagesstätte zum Bürgerhaus Bürgerhaus Sternzeichen umgebaut wurde.

In den vergangenen Jahren wurden die meisten Wohnblöcke saniert und auf den aktuellen technischen Stand gebracht. Dabei wurden auch die Fassaden wärmeisoliert verkleidet und farbenfroher gestaltet. Außerdem wurden Grünanlagen und Spielplätze neu angelegt.

Weitere Details

Die waldreiche Umgebung der Parforceheide wird gern zur Erholung genutzt.

Quellen