Archiv

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Gambrinus, der Schutzherr der Brauer, um 2006

Das Archiv befindet sich im Potsdamer Stadtteil Templiner Vorstadt, in der Leipziger Straße 60, am Fuße des Brauhausberges. Es wurde nach der Wende als linksalternatives, soziokulturelles Begegnungszentrum eingerichtet. Sich selbst nennt sich die Einrichtung Unabhängiger Unkommerzieller Kulturpalast Potsdam. Seit dem werden hier verschiedene kulturelle Veranstaltungen, wie Konzerte und Theateraufführungen, gegeben, aber auch Partys und Diskos durchgeführt.

Jährlich kommen etwa 60.000 Besucher ins Archiv. Damit ist es das drittgrößte alternative Kulturprojekt in Potsdam neben dem Lindenpark und dem Waschhaus. Es gibt in der ehemaligen Brauerei unter anderem Proberäume, eine Siebdruckwerkstatt, eine Open-Air-Bühne, eine Sporthalle, ein Atelier (ursprünglich für Malerei und Zeichnungen, aber auch Töpferei, Bildhauerei und andere künstlerische Bereiche), eine Theaterwerkstatt mit Anlernhilfe (Bereich Rollenspiel, Masken- und kostümbildner, Kulissen- und Requisitenbau) und einen Veranstaltungssaal. Das Gewölbe wurde für Tanz- und Musikveranstaltungen eingerichtet. Wegen seiner einzigartigen Architektur wurde es aber auch schon für Filmprojekte und der Produktion von Musikvideos angemietet.

Die Mitarbeiter der Archiv sind ehrenamtlich tätig.

Geschichte

Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert als königliche Hofbrauerei erbaut, die von 1716 bis 1799 hier tätig war. Später gehörte es zur Brauerei Adelung & Hoffmann. Zwischen 1945 und 1990 diente die inzwischen stillgelegte Brauerei als „Archiv der Bezirksfilmdirektion“.

Im Jahr 1994 besetzten Jugendliche das leerstehende Gebäude und gründeten das Archiv-Jugendzentrum. Nach einer Räumung beschlossen die Stadtverordneten im Jahr 1997 das Gebäude wieder an die Besetzer zurückzugegeben. Die Stadt Potsdam und der nun gegründete Trägerverein Archiv e.V. haben einen kostenfreien Mietvertrag abgeschlossen. Im Gebäude finden regelmäßig preisgünstige Konzerte und Partys statt. Es gibt Atelier-Räume und Wohnraum für rund ein Dutzend junger Menschen.

Am 2. Oktober 2008 wurden dem Verein von der Stadtverwaltung Auflagen erteilt, um vor allem die Veranstaltungs- und Proberäume des Archivs an die aktuellen Brandschutzbestimmungen anzupassen. Etwas später erfolgte dann eine teilweise Sperrung des Gebäudes, da durch die Stadt keine Unterstützung für die Mangelbeseitigung erfolgte.. Nach schweren Kämpfen mit den Stadtverantwortlichen soll das Archiv ab dem Jahr 2013 stückweise wieder geöffnet werden.

Quellen

Weblinks