Breite Straße
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Die Breite Straße verbindet die Innenstadt von Potsdam mit der Brandenburger Vorstadt. Sie beginnt am Alten Markt und endet an der Zeppelinstraße, nahe der sogenannten Moschee.
Geschichte
Die Breite Straße ist bereits seit dem Jahr 1683 als „Allee gegen Pannenberg“ bekannt. Von 1710 bis 1718 hieß sie „Churfürstliche Freyheit“. Als Friedrich II. aus seiner Residenz eine repäsentative Stadt machen ließ, gehörte auch die Bebauung dieser Straße dazu. Da die Gelder auch damals knapp waren, wurden fast alle Häuser der Straße als Fachwerkhäuser ausgeführt und lediglich mit einer massiven, barocken Zierfassade versehen.
Unmittelbar an der späteren Schopenhauerstraße endete die Breite Straße. Sie wurde begrenzt durch das Neustädter Tor. Dahinter verlief eine schmale Straße die bald nach Norden abbog und zum späteren Luisenplatz führte.
Viele historische Bauwerke sind erhalten geblieben, wie die Hiller-Brandtschen-Häuser, das Predigerwitwenhaus, das Militärwaisenhaus und einige Bürgerhäuser. Andere wertvolle Bauwerke wurden Opfer des Zweiten Weltkrieges, wie die Garnisonkirche, die Breite Brücke, das Neustädter Tor oder das Ochsenkopfhaus mit der Gewehrmanufaktur.
Im Jahr 1948 erfolgte die Umbenennung der Straße in „Wilhelm-Külz-Straße“ – nach Wilhelm Külz (1875-1948), dem Vorsitzenden der LDPD. Während der DDR-Zeit wurde die Breite Straße bis zur Zeppelinstraße verlängert, um den Verkehrsfluß zu verbessern. Dafür wurde ein Teil der Neustädter Havelbucht zugeschüttet. Den ehemaligen Verlauf des Ufers der Havelbucht erkennt man an der gebogenen Form des Neubaublockes des Wohngebietes Neustädter Havelbucht an der Nordseite der Straße. Am 16. Juli 1973 wurde dieser Straßenabschnitt eingeweiht.
Im Jahr 1992 erhielt die Breite Straße wieder ihren alten Namen.
Weitere Details
Direkt neben den Hiller-Brandtschen Häusern – in der Breiten Straße Nummer 10 und 12 – befindet sich das Evangelische Pfarr- und Witwenhaus – in der Breiten Straße Nummer 14 – welches eines der ältesten Häuser von Potsdam ist. In der Nähe befinden sich außerdem das Wasserwerk von Sanssouci – die sogenannte Moschee im arabischen Stil – und das Große Militär-Waisenhaus, welches die Hiller-Brandtschen Häuser in architektonischer Hinsicht ergänzen sollten.
Gegenüber den Hiller-Brandtschen Häusern befindet sich das ehemalige Ständehaus, in dem seit dem Jahr 2001 wieder das Naturkundemuseum seinen Sitz hat.

