Bruno-H.-Bürgel-Schule

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Straßenseite der Schule, 2008

Die Bruno-H.-Bürgel-Schule befindet sich im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, in der Karl-Liebknecht-Straße. Sie wurde nach dem Astronom Bruno H. Bürgel benannt.

Geschichte

Die Schule wurde im Jahr 1907, in der damaligen Nowaweser Priesterstraße, fertiggestellt und bis in das Jahr 1913 durch einen Nordflügel erweitert. Sie war damals die modernste Schule ihrer Zeit.

Im Jahr 1922 wurde die Schule auf Wunsch vieler Einwohner und mit Unterstützung der Arbeiterparteien in eine sogenannte „weltliche Sammelschule“ – also ohne Religionsunterricht – umgewandelt. Sie war die einzige Schule dieser Art in der Provinz Brandenburg. An ihr lernten vor allem Kinder aus den sogenannten unteren Schichten, wie Arbeiter, Handwerker, Angestellte und kleine Kaufleute.

Der fortschrittliche Gedanke, den die Bruno-H.-Bürgel-Schule lehrte, wurde im Jahr 1933 – wie fast alle Schulen – „gleichgeschaltet“. Mitglieder der Arbeiterparteien wurden aus dem Schuldienst entlassen und auch entsprechende Mitglieder des Elternbeirates. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Schulgebäude durch eine Fliegerbombe schwer beschädigt.

Nach Reparatur und Umgestaltung des Gebäudekomplexes konnte der Unterricht im Jahr 1950 in allen Räumen wieder aufgenommen werden. Bei der Umgestaltung wurde das Dach mit einer Kuppel für astronomische Beobachtungen versehen. Dadurch ist es den Schülern möglich, in die Fußstapfen des Mannes zu treten, dessen Namen seit Herbst 1948 die Eingangsfront der Schule verziert: des Nowaweser Arbeiter-Astronomen Bruno H. Bürgel.

Quellen

  • „Neuendorf-Nowawes-Babelsberg – Stationen eines Stadtteils“ – Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 2000; ISBN 3-89570-653-1