Ferdinand von Arnim

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Ferdinand von Arnim (* 15.9.1814, in Treptow an der Rega; † 23.3.1866, in Berlin) war Architekt und Aquarellmaler. Er war ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel und wirkte hauptsächlich in Berlin und Potsdam.

Geschichte

Ferdinand von Arnim wurde am 15. September 1814 in Treptow (am Fluß Rega, im späteren Polen) geboren.

Er studierte ab 1833 an der königlichen Bauakademie zu Berlin Architektur und legte 1835 seine Prüfung als Feldmesser ab. Im folgenden Jahr begann er seinen Dienst als Baukondukteur im heute zu Polen gehörenden Köslin. 1839 wurde der erst 25-jährige Mitglied des Berliner Architektenvereins und von Ludwig Persius in Potsdam zum Bauführer berufen. Mit Persius zusammen baute er 1841/42 den Damenflügel und den Kücheflügel des Schloß Sanssouci und führte nach dessen Tod im Jahre 1845 mit seinem Schwager Ludwig Ferdinand Hesse die Arbeiten an der Friedenskirche weiter. Seit 1846 unterrichtete von Arnim auch als Professor an der Berliner Bauakademie. Die 1847 von ihm geschaffene Villa Haacke in der Jägerallee 1 und sein eigenes Wohnhaus in der Weinbergstraße 20 – die Villa Arnim – zählen zu den architektonischen Kostbarkeiten Potsdams.

Ferdinand von Arnim entwarft auch die Trauerhalle auf dem Alten Friedhof in der Heinrich-Mann-Allee in Potsdam und errichtete 1848, nach Entwürfen von Ludwig Persius, den Normannischen Turm auf dem Ruinenberg.

Nach dem Tod von Karl Friedrich Schinkel und Ludwig Persius übernahm von Arnim deren Aufgaben für den Prinzen Carl von Preußen im Park von Klein Glienicke. Er gestaltet den Klosterhof des Parks Glienicke um und entwarf zehn Häuser im Schweizer Stil. Einzelne dieser Schweizer Häuser überstanden auch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges.

Am 23. März 1866 verstarb Ferdinand von Arnim in Berlin. Er wurde auf dem Friedhof Bornstedt im Sello-Teil beigesetzt, in der Nähe des Grabes von Ludwig Persius.

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