Friedrich II. von Preußen

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König Friedrich II.

Friedrich II. von Preußen (* 24.1.1712, in Berlin; † 17.8.1786, in Potsdam), auch „Friedrich der Große“ und „Der alte Fritz“ genannt, war als Friedrich IV. Kurfürst und Markgraf von Brandenburg, seit 1740 als Friedrich II.König in“ und ab 1772 erster „König von Preußen“.

Geschichte

Das Grab von Friedrich II., am Schloss Sanssouci, im Sommer 2007

Friedrich II. wurde am 24. Januar 1712 in Berlin geboren. Er war das vierte Kind von König Friedrich Wilhelm I. und dessen Gattin Sophie Dorothea von Hannover. In seiner Kindheit wurde er von seinem Vater autoritär und militärisch erzogen. Deswegen unternahm er 1730 einen Fluchtversuch nach England mit seinem Jugendfreund Hans Hermann von Katte. Dieser Fluchtversuch wurde jedoch schon in den Ansätzen vereitelt. Beide wurden festgenommen, und Katte wurde angeblich vor seinen Augen hingerichtet. Auf Druck seines Vaters heiratete er am 12. Juni 1733 Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern. Friedrich II. lebte jedoch von ihr getrennt und zeigte sich nur auf Veranstaltungen zusammen mit ihr. Sie hatten keine Kinder.

Nach seiner Krönung am 31. Mai 1740 begann er gleich den Ersten Schlesischen Krieg. Friedrich II. wollte eine wirtschaftlich starke Region erobern, da Preußen sehr arm an Naturgütern war. Den ersten Krieg gewann er mit seinem Generalfeldmarschall, Graf Kurt Christoph von Schwerin, für Preußen. Im Zweiten Schlesischen Krieg konnte er Schlesien gut verteidigen. Im 7-jährigen Krieg war er auch erfolgreich. Dieses strategische Denken brachte ihm auch den Beinamen „Der Große“ ein.

Friedrich II. war ein aufgeklärter absolutistischer Herrscher, der eine konsequente, auf Expansion gerichtete Außenpolitik betrieb. Innenpolitisch sorgte er mit der Förderung von Wirtschaft und Gewerbe sowie der Besiedelung unbewohnter Landstriche für die Stärkung Preußens.

Er erregte unter anderem Aufsehen in Europa, da er inoffiziell die Folter abschaffte (Befehl vom 3. Juni 1740 an den Justizminister, Samuel Freiherr von Cocceji), zunächst noch mit dem Vorbehalt, daß Folter bei „großen Mordtaten, wo viele Menschen ums Leben gebracht“ noch angewendet werden könne, im Jahr 1754 dann aber ohne jeden Vorbehalt. Zudem verkündete Friedrich II. die Religionsfreiheit, führte die Kartoffel in Preußen ein und verhinderte damit größere Hungersnöte. In seiner Regierungszeit wurde das Rechtssystem (Landrecht) weiterentwickelt. In Potsdam sorgte er für den Bau der sogenannten „Typenhäuser“ für die Bürger und seiner Schlösser, Schloss Sanssouci und das Neues Palais.

Er verstarb am 17. August 1786 in Potsdam, wurde bis zum Jahr 1945 in der Garnisonkirche, bis zum Jahr 1952 in der Elisabethkirche (in Marburg), bis ins Jahr 1991 in der Burg Hohenzollern und seit dem 17. August 1991 in der Gruft auf der Terrasse des Schlosses Sanssouci zusammen mit seinen Windhunden begraben.

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