Jagdschloß Stern

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Das Jagdschloß, Frühjahr 2008

Das Jagdschloß Stern befand sich in der Parforceheide und heute am Rande der Wohnsiedlung Am Stern, direkt an einer sternförmigen Wegekreuz, an der Jagdhausstraße.

Der Wegestern

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Der Wegestern, Frühjahr 2008

Der Wegestern wurde in den Jahren 1724 und 1725 angelegt. Hier wurde einige Jahre später ein Jagdschloß für den Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. errichtet. Er war ein großer Anhänger der Parforcejagd. Dabei wird das Wild durch Hunde und Reiter aufgespürt und bis zur Erschöpfung gehetzt. Die Heidelandschaft mit wenig Unterholz bot sich für dies Art der Jagd an.

Das Jagdschloß

Das Jagdschloß Stern ist die älteste noch erhaltene Residenz von Potsdam. In den Jahren zwischen 1730 und 1732 wurde das Gebäude errichtet. Der zweigeschossige Backsteinbau nach holländischem Vorbild maß eine Fläche von lediglich 167 Quadratmeter. Diese Bescheidenheit, die sich auch in der Ausstattung des Schlosses widerspiegelt, liegt in der Lebensphilosophie des Bauherren, König Friedrich Wilhelm I. begründet, welche eine absolute Sparsamkeit beinhaltete.

Das Schlösschen wurde in der Parforceheide gebaut, am Rande eines Rondells, von dem 16 Schneisen ausgehen. Diese sternförmige Anlage der Reitwege gab dem Bau seinen Namen. Als Architekt wird Jan Bouman angegeben.

Das Jagdschloß wurde im holländischen Stil erbaut. Friedrich Wilhelm I. nutzte es für mehrtägige Jagdaufenthalte. Das Gebäude ist ein einfacher Ziegelbau, der an der Vorderseite mit Schnecken-Ornamenten verziert ist. Es gilt als Vorläufer oder Prototyp für das Holländerviertel.

Über der Eingangstür an der Vorderseite befindet sich ein Jagdrelief. Im Inneren gibt es einige kleine Räume und einen Jagdsaal, der ungefähr die Hälfte des Hauses einnimmt. In diesem befinden sich die Geweihe des Hirsches „Großer Hans“, welcher der Liebling des Soldatenkönigs war. Die Küche ist bis an die Decke gefliest, was typisch für den holländischen Baustil war. Neben dem Schlafzimmer – das mit einem in die Holzwand eingebauten Bett an eine Schiffskajüte erinnert – gibt es noch einen Raum für den damaligen Adjudanten. Das Gebäude wurde unter Leitung von Hofbaumeister Pierre de Gayette errichtet. Das Jagdschloß ist das einzige Schloß, welches sich Friedrich Wilhelm I. errichten ließ.

Das Kastellanhaus

Neben dem Jagdschloß befindet sich das ehemalige Kastellanhaus, welches im Jahr 1733 als Fachwerkbau errichtet wurde. Bereits im 18. Jahrhundert befand sich in diesem Gebäude eine beliebte Ausflugsgaststätte, die seit den 1990er-Jahren geschlossen ist.

Weblinks

Quellen