Klinikum Ernst von Bergmann

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Haupteingang; März 2013
Die Vorderseite im Sommer  2009

Das Klinikum Ernst von Bergmann, auch kurz Bergmann-Klinikum genannt, ist das größte Ärztehaus in Potsdam. Es hat seinen Sitz in der Charlottenstraße 72, am Rand der Berliner Vorstadt. Benannt wurde die Klinik nach dem Arzt Ernst von Bergmann.

Geschichte

Die Geschichte des Klinikums begann im Jahr 1773 mit dem Bau eines Armen- und Arbeitshauses in der Neuen Königstraße 129 (heute Berliner Straße), zu dem auch ein Hospital gehörte – der späteren Potsdamer Städtische Krankenanstalten. Im Jahr 1790 erfolgte der Bau einer reinen Frauenklinik, dem ein Arbeitshaus angeschlossen war (heute Gebäude P). Durch weitere An- und Ausbauten – vor allem zwischen 1847 und 1852 – wurde das Krankenhaus ständig erweitert. Hier führte im Jahr 1899 Prof. Dr. Ernst von Bergmann als Gastarzt die erste Blinddarmoperation durch.

Im Jahr 1890 entstand das Auguste-Victoria-Krankenhaus (das spätere Städtischen Krankenhaus II - heute Gebäude K) in der Türkstraße 6 (Straßenabschnitt heute nicht mehr vorhanden). Dieses Krankenhaus war ausschließlich den wohlhabenden Bürgern vorbehalten.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden beide Krankenhäuser zusammen gelegt. Ein weiterer Umbau im Jahr 1927 erhöhte die Kapazität des Krankenhauses auf bis zu 500 Betten. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Komplex schwere Schäden. Doch das Krankenhaus – nun als Bezirkskrankenhaus Potsdam bezeichnet – wurde wieder aufgebaut und neue Gebäude entstanden. Die größte Veränderung erfolgte ab 1980 mit dem Bau des neuen Bettenhauses.

Am 15.Mai 1991 erhält das Krankenhaus den Namen Klinikum Ernst von Bergmann. Nach dem Jahr 2000 wurde damit begonnen, die Klinik zu modernisieren. So bekam die Einrichtung ein neues Gebäude – links neben dem Haupteingang – welches vor dem Sommer 2009 eröffnet wurde. Dort wurde auch eine neue Notaufnahme und ein Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach eingerichte. Zuvor mußten die Hubschrauber immer auf den Rasenflächen vor der Klinik oder am Bassinplatz landen.

Weblinks

Quelle