Nuthe

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Die Nuthemündung im Sommer 2010

Die Nuthe ist ein Nebenfluss der Havel. Sie fließt aus südlicher Richtung kommend durch die Gemeinde Nuthetal dann zwischen den Potsdamer Stadtteilen Gewerbegebiet Potsdam-Süd und Drewitz, Babelsberg Süd und Schlaatz, sowie der Teltower Vorstadt und Zentrum Ost hindurch, bevor sie gegenüber der Freundschaftsinsel in die Havel mündet.

Geschichte

Das Nuthe-Hochwasser am Neuendorfer Anger im Jahr 1924

In der Zeit des Markgrafen Albrecht von Ballenstedt, im Jahr 1150, soll es vier slawische Nutheburgen gegeben haben. Reste einer der Burgen sind heute noch bei Trebbin sichtbar.

Theodor Fontane spottete über die Nuthe und ihre „Schwester“ die Nieplitz, da sie verglichen mit anderen Flüssen klein sind. In der Region des Zusammenflusses von Nuthe und Nieplitz bei Gröben war der Fluss etwa im Jahr 1880 noch bis zu 40 Meter breit, und vor seinen verschiedenen Regulierungen (in den Jahren 1776, 1786 und 1883) in Teilen schiffbar. Ab dem Stadtgegiet von Babelsberg spaltete sich die Nuthe zu einem Delta von knapp 1,5 Kilometern aus. Auf dem angestrandeten Sand entstanden später unter anderem das Industriegebiet südlich der Großbeerenstraße oder der Schlaatz. Damals war er noch überregional bekannt für die Nuthekrebse die auch bis Leipzig geliefert wurden.

Bis zum 20. Jahrhundert gab es immer wieder Hochwasser-Katastrophen.

Weitere Details

Die Quelle der Nuthe befindet sich im Brandenburgischen Fläming, in der Gemeinde Niedergörsdorf. Anschließend durchfließt die Nuthe das Glogau-Baruther-Urstromtal und auch das zu ihm gehörende Nuthe-Urstromtal, dann fließt sie weiter in nördlicher Richtung durch die Städte Jüterbog, Luckenwalde und Trebbin, durch die Gemeinde Nuthetal, zwischen den Potsdamer Stadtteilen Gewerbegebiet Potsdam-Süd und Drewitz, dann zwischen Babelsberg Süd, Waldstadt und Schlaatz, am Aradosee vorbei, sowie zwischen der Teltower Vorstadt und Zentrum Ost hindurch, bevor sie gegenüber der Freundschaftsinsel in die Havel mündet.

Sie hat eine Fließstrecke von etwa 65 Kilometer und überwendet dabei einen Höhenunterschied von 51,8 Meter.

In ihrem Unterlauf ist die Nuthe kanalartig ausgebaut und eingedeicht. Zudem ist sie auf ihren letzten Metern eine Brandenburgische Landeswasserstraße.

Weitere Bilder

Weblinks

  • Nuthe – Artikel bei der Wikipedia