Palais Barberini

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Palais Barberini (Straßenseite), um 1940
Palais Barberini (Wasserseite), 1941

Das Palais Barberini auch Palast Barberini oder Barberinipalast genannt, stand bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in der Innenstadt von Potsdam, in der Humboldtstraße  5 und 6, am Alten Markt mit der Rückseite zur Alten Fahrt, neben dem ehemaligen Palast-Hotel. Das Gebäude wird im Rahmen des so genannten Leitbautenkonzeptes der Stadt ab Frühjahr 2013 mit historischer Fassade neu gebaut.

Geschichte

Das barocke Palais Barberini wurde 1771-72 nach Plänen der Architekten Carl von Gontard und Georg Christian Unger errichtet. Das Gebäude gehörte neben dem Alten Rathaus, dem Palast-Hotel, der Sankt-Nikolai-Kirche und dem Stadtschloß zu den schönsten Gebäuden um den Alten Markt. Vorbild war der Palazzo Barberini in Rom, der sich auf dem Quirinalshügel befindet und die Macht der aus der Toskana stammenden Familie Barberini verkörperte (heute Antiken-Museum). Das Palais Barberini befand sich an der Südseite des Platzes, in der Humboldtstraße  5 und 6. Vorbild bildete der gleichnamige Platz in Rom. Es ist Legende, dass Friedrich II. das Gebäude nach der schönen Tänzerin Barberina benannte, in die er sich verliebt haben sollte.

Palast Barberini diente seit der Zeit von Friedrich Wilhelm IV. als Heim für die Vereine der Kunst und Wissenschaft. Dort waren Musik-, Kunst- und Wissenschaftsvereine untergebracht. Außerdem befanden sich dem Krieg eine Jugendherberge, die Volksbücherei und verschiedene Ämter in dem Gebäude.

Am 14. April 1945 wurde das Palais Barberini durch britische Bomber zerstört.

Nach dem Leitbautenkonzept wird das Palais zusammen mit dem Stadtschloss wieder aufgebaut. Im August 2012 ging die Bebauungsfläche an Abris Lelbach. Dieser ist Eigentümer der Elpro GmbH in Berlin und hat eigens zu der Errichtung des Palastes die „Palais Barberini GmbH & Co KG“ gegründet. Gemeinsam mit der Lelbach-Stiftung soll die Gesellschaft den Wiederaufbau finanzieren. Das Palais Barberini dient als „Leitbau“ der Bebauung an der Alten Fahrt. Wie das Original soll der Palast einen fünfachsigen Mittelrisalit und zwei vierachsige Flügelbauten erhalten. Die Fassade zum Alten Markt wird nach dem Original wiederhergestellt. Die Seitenflügel, die bis zur Alten Fahrt heranreichen, werden etwas abweichen. Geplant sind im Erdgeschoss ein Restaurant, in den Seitenflügeln Eigentumswohnungen und an den Kopfenden zweistöckige Ateliers.

Weblinks

Quellen