Bad am Brauhausberg

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Die Schwimmhalle am Brauhausberg, Mitte 2007

Das Bad am Brauhausberg (vom Betreiber „Bad Am Brauhausberg“ geschrieben, früher „Schwimmhalle am Brauhausberg“ genannt) befindet sich am Rand der Templiner Vorstadt, in der Max-Planck-Straße, neben der ehemaligen Gaststätte Minsk und nahe dem Hauptbahnhof. Es ist das bekannteste Schwimmbad in Potsdam.

Entstehung

Als Ende 1960 das Werner-Alfred-Bad, das bis dahin einzige Hallenbad in Potsdam, der Nachfrage der Potsdamer Bevölkerung nicht mehr standhalten konnte, entschloss sich das staatlichen Komitee für Körperkultur und Sport eine neue Schwimmhalle auf dem Brauhausberg zu errichten.

Der Grundstein wurde im Jahr 1969 im Rahmen des Projekts „Sportbauten“ gelegt. Im Gegensatz zu anderen Schwimmhallen, wie in Leipzig oder Rostock, sollte die Schwimmhalle der Bevölkerung zur breiten Nutzung freigegeben werden und nicht nur für den Leistungssport zur Verfügung stehen.

Die Schwimmhalle wurde zum Tag der Republik am 7. Oktober 1971 feierlich eingeweiht. Schnell erfreute sich die Halle großer Beliebtheit und wurde Austragungsort für Bezirks- und DDR-Meisterschaften, Kreisprüfungswettkämpfe, Mehrkampfmeisterschaften und Sportfeste.

Im Jahr 1978 wurde die Halle Zeuge eines sportlichen Höhepunktes, als die litauische Schwimmerin Lina Kačiušytė einen neuen Weltrekord über 200 Meter Brust schwamm.

1988 war die Schwimmhalle Austragungsort der 39. DDR-Meisterschaften mit zahlreichen Weltbestleistungen. Im Jahr 1993 fanden dort die 105. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen statt.

Die Schwimmhalle wird zur Zeit von den Sportvereinen SC Potsdam, OSC Potsdam Luftschiffhafen, ESV Lokomotive Potsdam und dem Tauchsportclub Filmstadt genutzt.

Erste Modernisierung

Anfang der 1990er Jahre wurden erste Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten am Gebäude, insbesondere am Hängedach sowie im Sanitär- und Umkleidebereich durchgeführt. 2005 ging das Bad in das Eigentum der Stadtwerke Potsdam über. Vom 3. Februar bis 15. Mai 2006 musste die Schwimmhalle zeitweilig geschlossen werden, damit das Hallentragwerk und die Dachkonstruktion saniert werden konnten.

Geplant war der Abriss der Schwimmhalle und die Integration einer neuen Halle mit 50-Meter-Bahnen in einem neuen Spaßbad. Dieses wurde von dem brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer entwickelt. Doch wegen fehlender Fördermittel und der enormen Kosten wurden die Pläne letztendlich verworfen. Jedoch wurden bereits mehrere Millionen für Baufeldfreimachung und Munitionsbergung ausgegeben.

Das bestehende Bad auf dem Brauhausberg ist aufgrund des schlechten Zustandes (u.a. der Dachkonstruktion, der Wasseraufbereitungsanlagen, der Beckenfliesen und der Sanitärbereiche) stark sanierungsbedürftig. Deswegen wurde es am 8. August 2008 unbefristet geschlossen.

Zweite Modernisierung

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat im Januar 2008 die Sanierung der alten Schwimmhalle beschlossen. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Halle alle Anforderungen des Schul-, Vereins- sowie Breitensportes erfüllen und ein saniertes 50-Meter-Wettkampfbecken besitzen, welches für nationale und internationale Wettkämpfe tauglich sein soll. Die Größe der Wasserflächen soll 1.146 Quadratmeter betragen und die Anzahl der Zuschauersitzplätze soll, nach einer Pressemitteilung der Stadtwerke, bei 360 bis 400 liegen.

Im Zuge dieser Sanierung wurden alle Grundelemente wieder hergerichtet. Die Kellerräume der Schwimmhalle sollten dabei mit der neuesten Technik ausgestattet werden, vor allem sollten dabei auch die Wasseraufbereitung sowie die Lüftungs-, Heizungs- und Sanitärtechnik zeitgemäß modernisiert werden. Dazu gehörten auch Arbeiten an der Sauna. Die Kosten für die Gesamtinvestitionen wurden mit 6,94 Millionen Euro angegeben.

Am 14. Februar 2009 wurde, nach Abschluß der Sanierungsarbeiten, der Betrieb vom „Bad Am Brauhausberg“ wieder aufgenommen.

Quellen

Weblinks