Türkhof

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Wasserseite des Jagdschlosses im Juli 2012

Der Türkhof, auch „Türksches Waisenhaus“ genannt, war die Waisen-Versorgungs-Anstalt im Potsdamer Stadtteil Klein Glienicke, die der Schulreformer Wilhelm von Türk in dem von ihm erworbenen Jagdschloß Glienicke einrichtete. Zum Waisenhaus gehörte zudem das Grundstück der heutigen Villa Mosler in der Karl-Marx-Straße 27–29, sowie auch ein Teil vom Park Babelsberg.

Geschichte

Im Jahr 1827 richtete der Schulreformer Wilhelm von Türk, in dem von ihm erworbenen Jagdschloß Glienicke, ein Waisenhaus ein.

Von Türk reaktivierte auch die unter dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg angelegten Glienicker Maulbeerplantagen, um der Seidenraupenzucht neuen Auftrieb und seinen Zöglingen eine sinnvolle Beschäftigung zu geben. Er dehnte die Plantagen durch Ankauf von Teilen des Babelsberges im späteren Park Babelsberg aus und zog sich nach seiner Pensionierung 1833 ganz in sein „Etablissement“ auf dem von ihm erworbenen Forstgrundstück in Klein Glienicke zurück, das dann als Türkhof bezeichnet wurde. Dieser Türkhof erstreckte sich, wie die Plantagen, bis an den Park Babelsberg. Dazu gehörte auch das Grundstück Karl-Marx-Straße 27–29 in Neubabelsberg, wo das Gutshaus stand. Auf dessen Grundmauern entstand später die Villa Mosler.

1859 erwarb Prinz Carl von Preußen die Immobilie für seinen Sohn Friedrich Carl. Die Türksche Stiftung bekam als Ersatz das Feierabendheim, welches noch bis 1945 als Waisenhaus genutzt wurde.

Quellen