August Friedrich Eisenhart

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August Friedrich Eisenhart (* 29.08.1773 in Potsdam, † 13.03.1846 in Potsdam) war ein Kaufmann und Stadtverordneter von Potsdam.

Geschichte

August Friedrich Eisenhart wurde am 29. August 1773 in Berliner Vorstadt von Potsdam, in der Berliner Straße 3 geboren. Sein Vater, Gottfried Eisenhart, betrieb ein Kolonialwarengeschäft. Dies ermöglichte ihm den Besuch der Großen Stadtschule. Anschließend wollte er Rechtswissenschaften studieren. Durch den frühen Tod seines Bruders mußte August Friedrich Eisenhart auf Wunsch seines Vaters das Kolonialwarengeschäft übernehmen. Durch außerordentliches kufmännisches Geschick sowie gewagten Aktienspekulationen während der napoleonischen Fremdherrschaft unter Ausnutzung der französischen kontinentalen Handelssperre gegen England gelangte Eisenhart zu erheblichem Reichtum.

Der Verdienst Eisenharts liegt in den Wirkungen seiner erheblichen finanziellen Summen, die er teilweise bereits zu Lebzeiten wohltätigen Zwecken zur Verfügung stellte. So unterstützte er das Türksche Waisenhaus in Klein Glienicke.

August Friedrich Eisenhart starb am 13. März 1846. Er wurde auf dem Alten Friedhof in der Eisenhart-Gruft bestattet.

Testamentarisch vermachte Eisenhart 193.000 Taler, die Hälfte seines Vermögens, der Stadt Potsdam für gemeinnützige Zwecke. Das Geld sollte genutzt werden um Freistellen am Gymnasium und der höheren Bürgerschule zu schaffen. Ein weiterer Teil seines Kapitals sollte angelegt werden, um aus den Zinsen unverschuldet verarmte Bürger zu unterstützen. In der Behlertstraße 10 entstand eine Heilanstalt und auf dem Alten Friedhof eine Trauerhalle, die von ihm finanziert wurden.

Die Stadt ließ vor seinem Geburtshaus in der Berliner Straße 3 ein Denkmal errichten. Das bronzene Denkmal ist nicht erhalten, da es im Zweiten Weltkrieg aus militärischen Gründen eingeschmolzen wurde. Heute steht auf einer kleinen Freifläche in der Eisenhartstraße eine Kopie Denkmals aus Sandstein.

Neben der Eisenhartstraße erhielt auch eine Schule in Potsdam diesen Ehrennamen.

Weblinks

Quellen

  • „1000 Jahre Potsdam, Blätter aus der Stadtgeschichte, Teil I“; Herausgeber: Rat der Stadt Potsdam; 1987; FG 010/001/88