Louis Schneider

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Louis Schneider (eigentlich Ludwig Wilhelm Schneider; * 29. April 1805 in Berlin; † 16. Dezember 1878 in Potsdam) war ein Schauspieler, Theaterdichter, Militärschriftsteller, Publizist und Vorleser zweier preußischer Könige

Geschichte

Schneider spielte bereits im Alter von acht Jahren Kinderrollen. Von 1820 bis 1848 war er am Königlichen Theaters in Berlin als Schauspieler tätig. Er war ein vielseitiger Schauspieler und Sänger, schrieb selbst Theaterstücke, aber auch militärische Schriften. Sein erstes großes Werk erschien 1830: der Leitfaden Instruktionen für den Landwehrmann. Zwei Jahre später folgte der Soldatenfreund, ein Lesebüchlein für den preußischen Infanteristen. Eine der wichtigsten Militär-Zeitschrift im deutschsprachigen Raum wurde der Der Soldaten-Freund. Zeitschrift für faßliche Belehrung und Unterhaltung des Preußischen Soldaten. Schneider war bis zu seinem Tod der Herausgeber und Redakteur die Zeitschrift, die vom Juli 1833 bis zum Juli 1914 erschien. Das besondere an der Zeitschrift war, daß sie für die Mannschaftsdienstgrade produziert wurde. Für Offiziere gab es bereits ausreichend Lektüre.

Im Jahr 1848 war Schneider kurzzeitig Regisseur des Königlichen Theaters in Berlin. Im revolutionären Berlin trat er offen als Royalist auf und äußerte seine königstreue und konservative Gesinnung auch offen auf der Bühne. Der folgende Theaterskandal zwang ihn, Abschied zu nehmen.

Friedrich Wilhelm IV. ließ Schneider nach Potsdam kommen und machte ihn zu seinem Vorleser. Im Schleswig-Holsteinischen Feldzug wurde er der erste preußische Kriegsberichterstatter, denn Zeitungsredakteure bei der Truppe waren bis dahin unbekannt. Nach dem Tode Friedrich Wilhelms IV. beförderte Wilhelm I. den Vorleser zum Geheimen Hofrat und übertrug ihm die Aufsicht der königlichen Privatbibliothek. Als Sekretär des neuen Königs war Schneider auch offizieller Berichterstatter bei den Feldzügen gegen Österreich (1866) und gegen Frankreich (1870/71). 1862 gründete er den "Verein für die Geschichte Potsdams", kurz Potsdamer Geschichtsverein genannt.

Nach den Kriegen blieb Schneider in Potsdam. Schneider war mit Theodor Fontane durch die Künstlervereinigung "Tunnel" bekannt. Von Schneider erschien die dreibändige Ausgabe "Aus meinem Leben", die insofern von kulturhistorischer Bedeutung ist, da sie ein Bild des Hoflebens von 1840 bis 1860 anschaulich darstellt.

Das Grab von Louis Schneider befindet sich auf dem älteren Teil des Neuen Friedhofs an der Heinrich-Mann-Allee.

Quellen

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