Winzerberg

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Der Winzerberg, im Frühjahr 2005

Der Winzerberg befindet sich in der Nähe des Schlosses Sanssouci am Rand des Parks Sanssouci. Den Eingang zum Winzerberg bildet dabei ein imposantes Triumphtor an der Ecke Schopenhauerstraße und Weinbergstraße.

Neben diesem Winzerberg befinden sich in Potsdam ein weiterer Weinberge direkt vor dem Schloss sowie auch die Hänge unterhalb der Orangerie.

Geschichte

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Der Eingang, im Sommer 2006

Als Erweiterung der Schlossanlage Sanssouci sollte ab 1763 unterhalb des Mühlenberges eine neue Terrasse entstehen: Dies wurde der Winzerberg. Zu dieser Zeit befand sich auf dem Mühlenberg eine Lehmgrube. Mit dem Bau wurde der Architekt Johann Lucas von Hildebrandt beauftragt. Unterhalb der Stützmauern wurden massive Pfeiler gesetzt, zwischen denen sich ein Bogen spannte. Dieser Bogen wurde mit Erde unterfüllt, um den Druck der Gemäuer aufzunehmen. Diese Konstruktionsweise war aufwändig, aber materialsparend.

Die Mauern sind etwa 300 Meter lang. Sie wurden ab 1764 mit Wein und Obst (Äpfel und Birnen) bepflanzt. Diese wurden von einer Glasfassade geschützt.

Bei den ersten Sanierungsarbeiten zwischen 1790 und 1794 wurden Steinschwellen eingesetzt. Ab 1848 wurden durch Hesse die baufälligen Terrassen erneuert und 1849 durch das Winzerhaus bereichert. Der Landschaftsarchitekt Lenné gestaltete 1848 den Winzerberg in einen italienischen Weingarten um. Für Friedrich Wilhelm IV. wurde nach Plänen von Friedrich August Stüler das Triumphtor errichtet. Das sollte der Beginn einer Prachtstraße werden, die nur zum Teil fertig gestellt werden konnte.

Vor dem unteren Terrassenabsatz wurde ein Sichtmauerwerk und ein Treppenaufgang errichtet. An der Treppe befindet sich ein großer Bacchus-Kopf. Bacchus ist der römische Gott der Fruchtbarkeit und des Weines. Es wurden Sklupturen-Nieschen gebaut, in denen sich Zinkabgüsse von antiken Statuen befanden.

An den oberen Hangmauern wurden Brüstungen und eine Pergola - ein raumbildender Säulengang - errichtet. Die Glasfassade zum Schutz der Obstpflanzen wurde erneuert und das Mauerwerk mit Ziegeln aufgefüllt, jedoch nicht verputzt. Der Bacchus-Kopf der Treppe und die Säulenkapitelle der Pergola wurden nach einer speziellen Betonbautechnologie gefertigt, die heutzutage nicht mehr bekannt ist.

1944 wurde auf Befehl von Albert Speer durch die ihm unterstellte Organisation Todt eine Luftschutzanlage gebaut, die jedoch nicht vollständig fertiggestellt werden konnte. Es wurden drei Stollen in den Berg getrieben. Der größte, der Augustastollen, ging 60 bis 100 Meter tief in den Berg. Bei Fliegeralarm fanden in dem Stollen bis zu 300 Menschen Platz.

Nach 1945 versuchte die Sowjetarmmee den Stollen zu sprengen. Es wurde jedoch nur der Eingangsbereich verschüttet. Außerdem wurden Teile des Stollen im Winzerberg mit Trümmern des Luisenplatzes und dessen Umgebung verfüllt. Seitdem wurden fast keine Arbeiten mehr an dem Winzerberg ausgeführt. Dadurch überwucherte er, was auch den Zerfall der Terrassenanlage zur Folge hatte. Um etwas Abhilfe zu schaffen, wurde 1980 die Wasserleitung gekappt.

1996 wurden die Stollen begutachtet und die Statik des Berges überprüft. Hohlstellen wurden aufgefüllt. Der Winzerberg gehört heute der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Da diese nicht genug Geld zur Restaurierung hat, kümmert sich seit 2004 ein Förderverein um diese Anlagen. Es ist geplant, den Winzerberg innerhalb von zehn Jahren zu restaurieren. Zu diesem Zweck mussten die Terrassen gerodet werden. Die brauchbaren Reste des Mauerwerkes wurden gesichert. 2005 wurden bereits die östliche Umschließungsmauer und das Triumphtor restauriert.

Weblinks