Pfingstkirche

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Die Pfingstkirche auf dem Hof des Grundstückes, August 2012

Die Pfingstkirche im Potsdamer Stadtteil Nauener Vorstadt befindet sich in der Große Weinmeisterstraße 49 a. Dabei befinden sich die Kirche und das daneben befindliche Neue Pfingsthaus auf dem Hof des Grundstücks. Direkt an der Straße liegen das Pfarrhaus der Gemeinde und das Witwenhaus (heute Ev. Grundschule).

Geschichte

Das heute bestehende Gebäudeensemble geht auf eine Initiative des Hofpredigers Heym zurück, der 1851 eine „Rettungsanstalt für sittlich gefährdete und verwahrloste Jugendliche“ ins Leben rief. Anlass dieser Initiative war eine Predigt, die Johann Hinrich Wichern im gleichen Jahr in der Friedenskirche hielt. Das Vorbild des Rettungshauses war das „Rauhe Haus“ in Hamburg. Als ursprüngliches Gebäude für diese Einrichtung wurde ein ehemaliges Winzerhaus am Fuße des Pfingstberges ausgewählt. Als das alte Pfingsthaus zu klein wurde, gründete man 1891 den Pfingst-Kapellenverein, der mit Spendengeldern und Geldzuwendungen der kaiserlichen Familie das Neue Pfingsthaus mit einer angeschlossenen Kapelle errichten konnte. Architekt und Bauleiter war der Geheime Regierungs- und Baurat Ludwig von Tiedemann. Bei den Bauarbeiten stellte man fest, dass diese Kapelle mit 250 Plätzen für die steigende Einwohnerzahl in der Nauener Vorstadt zu klein sein würde und erweiterte die Kapelle auf 400 Plätze. Am 15. Oktober 1894 erfolgte die Einweihung der Pfingstkapelle. Diese war eine Filiale der Friedenskirche. Auf dem Stiftungsgelände entstanden 1896 ein Pfarrhaus sowie 1899 ein Witwenhaus mit Gemeindesaal. 1902 änderte man den Namen in Pfingstkirche. Am 1. April 1913 wurde die Gemeinde selbständig.

Details

Besondere Einrichtungen der Kirche sind das Chorfenster hinter dem Altar. Es stammt aus der Mayer'schen Hof-Kunstanstalt München. Es zeigt eine Figurengruppe zum Thema „Jesus als Kinderfreund“ nach einer Vorlage von Martin Feuerstein. Von der gleichen Firma stammen sechs Glasgemälde, die Heilige darstellen. Weitere Besonderheit ist das Langhausfenster an der Westseite, einen kindlichen Engel darstellend sowie, links und rechts davon, zwei Fensterzyklen von Fritz Geiges.

Zum Jahresende 2011 wurde eine neue Orgel von der Firma Alexander Schuke Potsdam Orgelbau in Dienst gestellt, die noch weiter ausgebaut wird.

Weitere Bilder

Literatur

  • Ernst Freiherr von Mirbach: „Das Pfingsthaus, die Pfingst-Kapelle zu Potsdam und der Pfingst-Kapellen-Verein“ Berlin, 1898
  • „Protokollbücher der Pfingstkirche der Jahre 1893 bis 1913“ Potsdam, 1914
  • „Chronik der Ev. Pfingstkirche Potsdam 1894 bis 2014“ (nur als Manuskript vorhanden).

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