Radio Wolga

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Die Villa Claassen, Anfang 2009

Der sowjetische Soldatensender Radio Wolga hatte seinen Sitz in der Berliner Vorstadt von Potsdam. Er war einquartiert in der Villa Claassen (Menzelstraße Nr. 5), der Villa Enders (Menzelstraße Nr. 14) sowie der Villa Bredow (Menzelstraße Nr. 15) und sendete ab Ende des Zweiten Weltkrieges bis nach der Wende.

Geschichte

Der Sender versorgte von 1945 bis 1994 rund 500.000 in Deutschland stationierte Militärangehörige mit Unterhaltung und Information. Am Tage übernahm man das Programm von Radio Moskau – darunter auch deutschsprachige Sendungen – und abends gestalteten die rund 30 Beschäftigten des Senders ein eigenes Programm.

In der Zeppelinstraße Nummer 12 (Brandenburger Vorstadt) arbeitete eine zum Sender zugehörige Druckerei. Diese gab die Deutschland-Ausgabe der Parteizeitung Prawda (vom russischen für „Wahrheit“) und die Militärzeitung Naclednik Pobedui (russisch für „Erbe des Sieges“) heraus. Beim Abzug der Sowjetischen Armee aus Potsdam ließen die Redakteure ihre gesammelten Werke zurück, die dann in Besitz des Bundesvermögensamtes übergingen. Rund 100 Bände mit Zeitungen wurden vom Bundesvermögensamt als Dauerleihgabe an das Potsdam-Museum übergeben.

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