Teufelssee

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Blick über den Teufelssee

Der Teufelssee liegt in der Nähe von Waldstadt II, südlich von Potsdam, in dem Naturschutzgebiet Ravensberge. In der Nähe des Großen Ravensberges befindet sich der See, ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Sportfreunde. Der See entstand vor etwa 20.000 Jahren in der letzten Eiszeit. Er ist etwa 8 Meter tief, hat keine Zuflüsse und Abflüsse. Da der See in einer Senke liegt und Wasser durch die Tonschicht, auf der er ruht, nicht versinken kann, trocknet er nicht aus. Bei Regen sammelt sich das Wasser der Umgebung und fliesst in den See. Ein Bad ist nicht zu empfehlen.

Sagen um den Teufelssee

Ein wenig unheimlich wirkt der See auf den Betrachter, besonders wenn man dort allein ist. Es gibt viele Spukgeschichten, angefangen von Hexen bis hin zu doppelten Wasserlagen die den Badenden oder Taucher durch plötzliche Strudel in die Tiefe zerren. Dazu zählt auch der Ursprung des Namens, den der See trägt: laut einer Sage fuhr der Teufel mit einer Kutsche durchs Land. Diese Kutsche war mit einem Schatz beladen. Dass Gefährt wurde von einem Blitz getroffen und raste in den See.

siehe dazu:


Entstehung des Teufelssees

Der Teufelssee ist ein so genanntes Toteisloch. Es entstand während der letzten Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren. Beim Abschmelzen der gewaltigen Gletscher kam es häufig vor, dass Gletscherzungen abbrachen. Diese wurden dann von abgeschwemmten Sand- und Kiesmassen überlagert. Oft vergingen Jahrtausende, bis auch diese Toteisblöcke bei allmählicher Erwärmung abgeschmolzen waren. Das sich bildende Toteisloch liegt hier über einem wasserundurchlässigen, tonigen Untergrund. So konnte es sich mit Schmelzwasser füllen. Ein kleines, ziemlich tiefes Gewässer blieb zurück. Mit seiner Wassertiefe von ehemals mehr als 7 Meter ist der Teufelssee im Vergleich zu den größeren Havelseen tiefer als erwartet.