Alfred Heinrich Kaiser: Unterschied zwischen den Versionen

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Am 25. Juni 1946 starb Heinrich Kaiser an den Folgen seiner Haft. Er wurde auf dem dortigen Waldfriedhof, Weißer Hirsch, beigesetzt.
 
Am 25. Juni 1946 starb Heinrich Kaiser an den Folgen seiner Haft. Er wurde auf dem dortigen Waldfriedhof, Weißer Hirsch, beigesetzt.
  
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* Gerhard Ringshausen: ''Drei Brüder. Heinrich, Hermann und Ludwig Kaiser.'' In: Gerhard Ringshausen: ''Widerstand und christlicher Glaube angesichts des Nationalsozialismus''. Münster 2007, ISBN 978-3-8258-8306-5, S. 261–300.
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* Peter M. Kaiser: ''Die Verbindungen der Verschwörer des „20. Juli 1944“ nach Hessen am Beispiel der Brüder Kaiser.'' In: Renate Knigge-Tesche, Axel Ulrich (Hrsg.): ''Verfolgung und Widerstand 1933–1945 in Hessen''. Eichborn, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-8218-1735-6, S. 548–564.
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Version vom 27. Dezember 2011, 14:23 Uhr

Alfred Heinrich Kaiser wurde am 12. Juni 1883 in Remscheid geboren und starb am 25. Juni 1946 in Dresden. Kaiser war ein deutscher Architekt und Maler, studierte in München und Hannover Architektur und machte dort sein Examen. 1910 siedelte er nach Berlin über und wandte sich unter Bruno Paul der Malerei zu. Im Ersten Weltkrieg war Heinrich Kaiser Kriegszeichner im Westen.

Für die Stadt Potsdam entwickelte er die Bebauungspläne der Siedlung Neue Luisenstraße und später baute er - wahrscheinlich zusammen mit Karl Wagenknecht - die Siedlung Stadtheide an der Zeppelinstraße, gegenüber dem Gebäudeensemble der Villa Ingenheim, wo heute das Militärische Forschungsamt der Bundeswehr residiert.

Bauaufträge erhielt er noch bis in die 40er Jahre hinein vom damaligen Potsdamer Oberbürgermeister, dem SA-General Hans Friedrichs. Dieser schätzte seinen klassischen Stil, der sich einfühlsam an der Tradition Potsdams vor dem Ersten Weltkrieg orientierte. Die Siedlungen stehen unter Denkmalsschutz.

Im Atelier Kaisers in Berlin fanden zahlreiche konspirative Treffen zwischen zivilem Widerstand (Carl Goerdeler) und Vertretern des militärischen Widerstands (20. Juli 1944) statt.

Kaiser hatte zwei Brüder. Alle drei Brüder, Hauptmann d.Res. Hermann Kaiser, Oberkriegsgerichtsrat d.Res. Ludwig Kaiser und Heinrich Kaiser wurden am 21. Juli 1944 in Kassel verhaftet, wo sie sich wegen der Taufe des einzigen Sohnes von Heinrich Kaiser, Peter Michael, am 19. Juli aufhielten. Hermann Kaiser wurde am 23. Januar 1945 in Plötzensee hingerichtet. Heinrich Kaiser war nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus Wehlheiden in Kassel mit seiner Familie zurück nach Dresden gezogen, wo diese dann in den Angriff am 13. Februar 1945 geriet und wieder total ausgebombt wurde.

Am 25. Juni 1946 starb Heinrich Kaiser an den Folgen seiner Haft. Er wurde auf dem dortigen Waldfriedhof, Weißer Hirsch, beigesetzt.

Literatur

  • Gerhard Ringshausen: Drei Brüder. Heinrich, Hermann und Ludwig Kaiser. In: Gerhard Ringshausen: Widerstand und christlicher Glaube angesichts des Nationalsozialismus. Münster 2007, ISBN 978-3-8258-8306-5, S. 261–300.
  • Peter M. Kaiser: Die Verbindungen der Verschwörer des „20. Juli 1944“ nach Hessen am Beispiel der Brüder Kaiser. In: Renate Knigge-Tesche, Axel Ulrich (Hrsg.): Verfolgung und Widerstand 1933–1945 in Hessen. Eichborn, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-8218-1735-6, S. 548–564.