Alter Friedhof

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Der Alte Friedhof wurde 1796 in der Teltower Vorstadt angelegt. Seinen Namen bekam er 1867 als er zu klein wurde und auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein neues Gräberfeld eröffnet wurde. Heute säumen Alter und Neuer Friedhof die Heinrich-Mann-Allee.

1851 erhielt der Alte Friedhof eine spätklassizistische Trauerhalle mit Kapelle. Das Gebäude wurde von Ferdinand von Arnim entworfen. Das Relief im Giebel stellt eine Grablegung dar. Das Werk stammt aus der Werkstatt von Friedrich Wilhelm Koch und ist aus Terrakotta. Ermöglicht wurde die Ausführung des Baus durch die Spende August Friedrich Eisenharts, dessen Familiengrabstätte sich in unmittelbarer Nähe befindet. Neben der Trauerkapelle befand sich hier die Dienstwohnung des Inspektors. Des weiteren sind auf dem Alten Friedhof beigesetzt:

Hermann Schulze-Delitzsch, der Vater des Genossenschaftswesens,

Robert Friedrich Helmert, der Direktor des Geodätischen Instituts (Qu 13a, Reihe 12, Nr. 22),

Hofgeiger und Komponist zu Zeiten Friedrich II., Johann Joachim Quantz

Ernst von Bergmann (Arzt)

Wagener, Heinrich Theodor (Heimatforscher)

Moritz von Egidy (Kirchenkritiker)

Potsdams berühmter Orgelbauer Alexander Schuke

Bildhauer Peter Johann Benkert

Eleonore Prochaska, die als Mann verkleidet im Lützowschen Freikorps gegen die Napoleonische Fremdherrschaft kämpfte und fiel.