Am Kanal

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Der Potsdamer Stadtkanal wurde angelegt, um ein sumpfiges Gebiet am Nordufer der Havel zu entwässen und zu besiedeln. Den ersten Graben gab es schon im Mittelalter. Friedrich Wilhelm II. ließ 1722 den Kanal vertiefen, die Wände mit Holzpalisaden verschalen und machte ihn damit schiffbar. Auch Holzbrücken gab es dann bereits. Von 1764-86 zur endgültigen Größe nach dem Vorbild holländischer Grachten ausgebaut. In den Jahren 1962-65 ist der Stadtkanal mit der Begründung einer zunehmenden Geruchsbelästigung zugeschüttet worden. Seit den 1990er Jahren bemüht sich ein Förderverein unter der Leitung von Siegfried Benn um die Wiederherstellung des alten Stadtkanals. Zur Bundesgartenschau 2001 konnte ein Teilabschnitt in der Yorckstraße rekonstruiert werden. Für das Jahr 2006 ist ein weiterer Teilabschnitt vorgesehen, in der Straße Am Kanal, vor dem Gebäude des Stromversorgers e.dis. Für die Wiederherstellung der Kellertorbrücke hat der Unternehmer Peter Dussmann 80.000 Euro gespendet. Der Stadtkanal hatte eine Gesamtlänge von 1,4 Kilometern.