August Heinrich Höpfner: Unterschied zwischen den Versionen

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'''August Heinrich Höpfner''' wurde am 24. August 1830 im [[Holländisches Viertel|Holländischen Viertel]] in [[Potsdam]] geboren. Dem ersten von acht Kindern wollte Höpfners Vater – ein einfacher, aber erfolgreicher Schneidermeister – durch eine gute Schulausbildung die Beamtenlaufbahn ermöglichen. Während der Schulzeit zeigte sich seine Begabung Poesie in Reime zu fassen. Auch bei den Honoratioren der Stadt Potsdam kamen seine Verse gut an, worauf sie ihm eine Ausbildung zum Lehrer ermöglichten.
 
'''August Heinrich Höpfner''' wurde am 24. August 1830 im [[Holländisches Viertel|Holländischen Viertel]] in [[Potsdam]] geboren. Dem ersten von acht Kindern wollte Höpfners Vater – ein einfacher, aber erfolgreicher Schneidermeister – durch eine gute Schulausbildung die Beamtenlaufbahn ermöglichen. Während der Schulzeit zeigte sich seine Begabung Poesie in Reime zu fassen. Auch bei den Honoratioren der Stadt Potsdam kamen seine Verse gut an, worauf sie ihm eine Ausbildung zum Lehrer ermöglichten.

Version vom 4. Dezember 2009, 15:58 Uhr

August Heinrich Höpfner, um 1899

August Heinrich Höpfner wurde am 24. August 1830 im Holländischen Viertel in Potsdam geboren. Dem ersten von acht Kindern wollte Höpfners Vater – ein einfacher, aber erfolgreicher Schneidermeister – durch eine gute Schulausbildung die Beamtenlaufbahn ermöglichen. Während der Schulzeit zeigte sich seine Begabung Poesie in Reime zu fassen. Auch bei den Honoratioren der Stadt Potsdam kamen seine Verse gut an, worauf sie ihm eine Ausbildung zum Lehrer ermöglichten.

Im Jahr 1850 begann Höpfner in Perleberg als Lehrer zu arbeiten. Als Lehrer war er sehr beliebt und als Verseschmied in seiner neuen Heimatstadt sehr gefragt. Zu allen möglichen Anlässen – Volksfeste, patriotische Veranstaltungen, Privatfeiern u. v. a. m. – war er ein gern gesehener Gast und Rezitator seiner eigenen Kunst. Schließlich bekam Höpfner den Auftrag vom Stadtrat, die Geschichte der Stadt Perleberg in Versform zu verfassen – eine damalige gängige Modeerscheinung. Das Ergebnis, das 1871 veröffentlicht wurde, war ein voller Erfolg und bedeutete für Höpfner den künstlerischen Durchbruch. Noch im selben Jahr erschienen, nach entsprechenden Aufträgen aus den jeweiligen Städten, die „Berlinische Reim-Chronik“ und die „Potsdamer Lieder-Chronik“. Kurz darauf beendete ein tragischer Unfall, bei dem sein ältester Sohn sein Leben verlor, seine künstlerische Karriere. Das Dichten bereite Höpfner keine Freude mehr, so daß er keinerlei öffentliche Aufträge mehr annahm. Nur selten verlor er sich in der Poesie.

Als August Heinrich Höpfner im Jahr 1898 in den Ruhestand trat, wurde er mit dem Roten-Adler-Orden IV. Klasse geehrt. Drei Jahre später, am 12. März 1901, starb der Stadt-Poet von Perleberg in seiner Heimatstadt.