Bahnhof Babelsberg

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Der Bahnsteig des Bahnhofs Babelsberg, 2010

Der Bahnhof Babelsberg, auch „Bahnhof Potsdam-Babelsberg“ genannt, befindet sich im Potsdamer Stadtteil Babelsberg. Er hat seinen Haupteingang in der Rudolf-Breitscheid-Straße 40, gegenüber dem Thalia Kino, und einen weiteren Eingang in der Karl-Liebknecht-Straße, neben dem Lokal Gleis 6.

Geschichte

Dass Potsdam relativ leicht an das S-Bahn-Netz angeschlossen werden konnte, ist der Siedlungsarchitektur von Nowawes und Neuendorf zu verdanken. Was damit gemeint ist, erschließt sich am Besten von Bahnsteig des Bahnhofs aus. Links und rechts des Bahngleises verlaufen zwei Straßen – zum einen die Rudolf-Breitscheid-Straße und zum anderen die im weiteren Verlauf in die Benzstraße übergehende Schulstraße. Beide Straßenzüge bildeten eine Einheit. Dieser ehemalige Triftweg war die Alte Lindenstraße und hatte eine Breite von 72 Metern. Auf dieser Straße entstand - zunächst ebenerdig - die Eisenbahntrasse von Berlin nach Potsdam, die 1838 fertiggestellt wurde.

Der erste „Bahnhof“ - eigentlich nur ein Haltepunkt - entstand bereits am 15. April 1865. Er bestand aus einer kleinen offenen Wartehalle und einer Wärterbude. Die Gepäckabfertigung war in einem alten Waggon untergebracht. Bereits 13 Jahre später war eine zweite Wartehalle erfoderlich, um die vielen Zuggäste unter zu bringen. Dieser Haltepunkt war noch ebenerdig, da die damalige Eisenbahntrasse nicht als Hochgleis ausgeführt war. Ein Bretterzaun rechts und links der Schienen sollte verhindern, dass Menschen oder Tiere auf die Gleise liefen. Erst in den Jahren von 1911 bis 1914 wurde der Bahndamm errichtet und ein neue Bahnhof gebaut. Es entstand ein Ost- und ein Westausgang, die jeweils mit Schalterhallen versehen wurden.

Im Laufe der Jahre wechselte der Bahnhof seinen Namen. Ursprünglich hieß er Neuendorf, da er sich auf dem Gebiet dieses Ortes befand. Wegen der Bedeutung als Industriestandort setzte man den Namen Nowawes hinzu. So hieß der Bahnhof von 1891 bis 1907 Nowawes-Neuendorf. Nach der Vereinigung beider Orte unter den Namen Nowawes wurde auch der Bahnhof so genannt. Seit 1938 - während der Nazi-Diktatur, als der slawische Name Nowawes und die Erinnerung an das Rote Nowawes getilgt werden sollten - heißt der Bahnhof endgültig Bahnhof Babelsberg.

Im Jahr 1996 wurde Bahnhof resturiert und steht unter Denkmalschutz.

Weitere Bilder

Quellen

  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“; Verlag für Berlin-Brandenburg; 2010; ISBN 978-3-942476-03-4