Bahnhof Griebnitzsee: Unterschied zwischen den Versionen

Aus PotsdamWiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
(+Einleitung, wikifiziert und Kat. verbessert)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Bild:Bahnhof_Neubabelsberg;_um_1910.jpg|thumb|right|Bahnhof Neubabelsberg um 1900]]Der '''Bahnhof Griebnitzsee''' wurde 1931 durch den Architekten im Reichsbahndienst [[Brademann, Richard|Richard Brademann]] projektiert. Das Gebäude ist bis heute in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten - bis hin zum Schiftzug für die Toiletten. Wer dort jedoch sein Bedürfnis verrichten möchte, klinkt vergeblich an der Tür. Die WC-Benutzung ist in der Gaststätte (gebührenfrei bei Verzehr).
+
[[Bild:Bahnhof_Neubabelsberg;_um_1910.jpg|thumb|Der Bahnhof Neubabelsberg, um 1900]]
[[Bild:Bahnhof_Ufastadt,_Postkarte_von_1941.jpg|thumb|left|Bahnhof Ufastadt, Postkarte von 1941.jpg]]
+
 
 +
Der '''Bahnhof Griebnitzsee''', früher auch „Bahnhof Neubabelsberg“ und „Bahnhof Ufastadt“ genannt, befindet sich nahe der [[Universität Potsdam]] und dem [[Hasso-Plattner-Institut]].
 +
 
 +
== Geschichte ==
 +
 
 +
Der Bahnhof Griebnitzsee wurde im Jahr 1931 durch den Architekten im Reichsbahndienst [[Richard Brademann]] projektiert. Das Gebäude ist bis heute in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten - bis hin zum Schiftzug für die Toiletten. Wer dort jedoch sein Bedürfnis verrichten möchte, klinkt vergeblich an der Tür. Die WC-Benutzung ist in der Gaststätte (gebührenfrei bei Verzehr).
 +
 
 +
[[Bild:Bahnhof_Ufastadt,_Postkarte_von_1941.jpg|thumb|Der Bahnhof Ufastadt, Postkarte von 1941]]
 +
 
 
Einen Haltepunkt am Griebnitzsee gab es seit 1874. Er bekam zunächst den Namen [[Neubabelsberg]]. 1933 wurde daraus Babelsberg-Ufastadt und ab 1949 Griebnitzsee. Dieser Name ist auch der heute übliche. Durch die Zerstörung der Brücke bei Kohlhasenbrück ruhte der S-Bahn-Verkehr zwischen Zehlendorf und Babelsberg zwischen 1945 und 1948. Auch in den Folgejahren gab es mehrfach Unterbrechnungen. Nach dem Mauerbau war der Bahnhof Griebnitzsee gar nicht mehr öffentlich zugänglich. Hier befand sich ab 1961 die einzige Grenzübergangsstelle für die Einreise mit dem Zug nach Westberlin. Zwischen dem [[Bahnhof Pirschheide]] und dem [[Bahnhof Babelsberg]] verkehrten Dieseltriebwagen (Ferkeltaxi).
 
Einen Haltepunkt am Griebnitzsee gab es seit 1874. Er bekam zunächst den Namen [[Neubabelsberg]]. 1933 wurde daraus Babelsberg-Ufastadt und ab 1949 Griebnitzsee. Dieser Name ist auch der heute übliche. Durch die Zerstörung der Brücke bei Kohlhasenbrück ruhte der S-Bahn-Verkehr zwischen Zehlendorf und Babelsberg zwischen 1945 und 1948. Auch in den Folgejahren gab es mehrfach Unterbrechnungen. Nach dem Mauerbau war der Bahnhof Griebnitzsee gar nicht mehr öffentlich zugänglich. Hier befand sich ab 1961 die einzige Grenzübergangsstelle für die Einreise mit dem Zug nach Westberlin. Zwischen dem [[Bahnhof Pirschheide]] und dem [[Bahnhof Babelsberg]] verkehrten Dieseltriebwagen (Ferkeltaxi).
[[Kategorie: Bahnhöfe]]
+
 
 +
[[Kategorie:Bahnhöfe|Griebnitzsee]]

Version vom 12. Februar 2009, 12:47 Uhr

Datei:Bahnhof Neubabelsberg; um 1910.jpg
Der Bahnhof Neubabelsberg, um 1900

Der Bahnhof Griebnitzsee, früher auch „Bahnhof Neubabelsberg“ und „Bahnhof Ufastadt“ genannt, befindet sich nahe der Universität Potsdam und dem Hasso-Plattner-Institut.

Geschichte

Der Bahnhof Griebnitzsee wurde im Jahr 1931 durch den Architekten im Reichsbahndienst Richard Brademann projektiert. Das Gebäude ist bis heute in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten - bis hin zum Schiftzug für die Toiletten. Wer dort jedoch sein Bedürfnis verrichten möchte, klinkt vergeblich an der Tür. Die WC-Benutzung ist in der Gaststätte (gebührenfrei bei Verzehr).

Datei:Bahnhof Ufastadt, Postkarte von 1941.jpg
Der Bahnhof Ufastadt, Postkarte von 1941

Einen Haltepunkt am Griebnitzsee gab es seit 1874. Er bekam zunächst den Namen Neubabelsberg. 1933 wurde daraus Babelsberg-Ufastadt und ab 1949 Griebnitzsee. Dieser Name ist auch der heute übliche. Durch die Zerstörung der Brücke bei Kohlhasenbrück ruhte der S-Bahn-Verkehr zwischen Zehlendorf und Babelsberg zwischen 1945 und 1948. Auch in den Folgejahren gab es mehrfach Unterbrechnungen. Nach dem Mauerbau war der Bahnhof Griebnitzsee gar nicht mehr öffentlich zugänglich. Hier befand sich ab 1961 die einzige Grenzübergangsstelle für die Einreise mit dem Zug nach Westberlin. Zwischen dem Bahnhof Pirschheide und dem Bahnhof Babelsberg verkehrten Dieseltriebwagen (Ferkeltaxi).