Bahnhof Griebnitzsee: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Neubabelsberg;_Griebnitzsee;_2008;_gratis.jpg|miniatur|Der Bahnhof Griebnitzsee,<br/>Frühjahr&nbsp;2005]]
  
Der '''Bahnhof Griebnitzsee''', früher auch „Bahnhof Neubabelsberg“ und „Bahnhof Ufastadt“ genannt, befindet sich im [[Potsdam]]er Stadteil [[Babelsberg]] nahe der [[Universität Potsdam]] und dem [[Hasso-Plattner-Institut]].
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Der '''Bahnhof Griebnitzsee''', früher auch „Bahnhof Neubabelsberg“ und „Bahnhof Babelsberg UfaStadt“ genannt, befindet sich im [[Potsdam]]er Stadtteil [[Babelsberg]] am [[Griebnitzsee]], nahe der [[Universität Potsdam]] und dem [[Hasso-Plattner-Institut]].
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
  
Der Bahnhof Griebnitzsee wurde im Jahr 1931 durch den Architekten im Reichsbahndienst [[Richard Brademann]] projektiert. Das Gebäude ist bis heute in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten - bis hin zum Schiftzug für die Toiletten. Wer dort jedoch sein Bedürfnis verrichten möchte, klinkt vergeblich an der Tür. Die WC-Benutzung ist in der Gaststätte (gebührenfrei bei Verzehr).
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[[Bild:Neubabelsberg;_um_1910.jpg|miniatur|Der Bahnhof Neubabelsberg,<br/>um&nbsp;1910]]
  
[[Bild:Bahnhof_Ufastadt,_Postkarte_von_1941.jpg|thumb|Der Bahnhof Ufastadt, Postkarte von 1941]]
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Einen Haltepunkt am Griebnitzsee gab es seit 1862. Er bekam zunächst den Namen „[[Neubabelsberg]]“. Ein Bahnhofsgebäude wurde aber erst in den Jahren 1891/92 aufgestellt. Der aufgestellt Holzpavillon stand einst als „Deutsches Haus“ auf der Wiener Weltausstellung, im Jahr 1873. Der Bahnhof Neubabelsberg gilt als Keimzelle der Villienkolonnie [[Neubabelsberg]], da von hier aus die Bebauung des neuen Wohnviertels begann.
  
Einen Haltepunkt am Griebnitzsee gab es seit 1874. Er bekam zunächst den Namen [[Neubabelsberg]]. 1933 wurde daraus Babelsberg-Ufastadt und ab 1949 Griebnitzsee. Dieser Name ist auch der heute übliche. Durch die Zerstörung der Brücke bei Kohlhasenbrück ruhte der S-Bahn-Verkehr zwischen Zehlendorf und Babelsberg zwischen 1945 und 1948. Auch in den Folgejahren gab es mehrfach Unterbrechnungen. Nach dem Mauerbau war der Bahnhof Griebnitzsee gar nicht mehr öffentlich zugänglich. Hier befand sich ab 1961 die einzige Grenzübergangsstelle für die Einreise mit dem Zug nach Westberlin. Zwischen dem [[Bahnhof Pirschheide]] und dem [[Bahnhof Babelsberg]] verkehrten Dieseltriebwagen (Ferkeltaxi).
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Unweit des Bahnhofs stand das [[Präsidialgebäude vom Deutschen Roten Kreuz]]. Auf derem Gelände befanden sich während des Zweiten Weltkrieges ein Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen, ein [[Zwangsarbeiterlager]] und ein Lager für Kriegsgefangene.  
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Das neue Bahnhofsgebäude wurde im Jahr 1931 durch den Architekten im Reichsbahndienst [[Richard Brademann]] projektiert. Das Gebäude ist seit dem in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten – bis hin zum Schiftzug für die Toiletten. Im Jahr 1938 wurde der Bahnhof – nach dem angrenzenden Betriebsgelände der [[Universum Film Aktiengesellschaft|UFA]] – in „Bahnhof Babelsberg Ufa Stadt“ und 1949 in „Griebnitzsee“ umbenannt.
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Durch die Zerstörung der Brücke bei Kohlhasenbrück ruhte der S-Bahn-Verkehr zwischen Zehlendorf und Babelsberg zwischen 1945 und 1948. Auch in den Folgejahren gab es mehrfach Unterbrechnungen. Nach dem Mauerbau war der Bahnhof Griebnitzsee gar nicht mehr öffentlich zugänglich. Hier befand sich ab 1961 die einzige Grenzübergangsstelle für die Einreise mit dem Zug nach West-Berlin. In dieser Zeit verkehrten zwischen den Bahnhöfen [[Bahnhof Pirschheide|Pirschheide]] und [[Bahnhof Babelsberg|Babelsberg]] Dieseltriebwagen, die umgangssprachlich auch ''Eule'' genannt wurden.
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Ab dem Jahr 1990 wurde der bis dahin als DDR-Grenzkontrollpunkt genutze Bahnhof wieder für die Öffentlichkeit freigegeben und für den angrenzenden [[Universitätskomplex III Babelsberg|Universitätsstandort]] ausgebaut.
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Bild:Neubabelsberg;_ca._1875.jpg|Der Bahnhof Neubabelsberg, um&nbsp;1875
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Bild:Neubabelsberg;_1941.jpg|Der Bahnhof Babelsberg UfaStadt, im Jahr&nbsp;1941
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Bild:Gedenktafel KZ Sachsenhausen beim DRK.jpg|Die Gedenktafel über NS-Lager beim DRK, Mai&nbsp;2009
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== Weblinks ==
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Griebnitzsee Bahnhof Griebnitzsee] – Artikel bei der ''Wikipedia''
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== Quellen ==
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* [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,716354,00.html Villen-Weg am Griebnitzsee: Spaziergänger müssen leider draußen bleiben] – Artikel bei ''Spiegel online'', vom 10.&nbsp;September 2010
  
 
[[Kategorie:Bahnhöfe|Griebnitzsee]]
 
[[Kategorie:Bahnhöfe|Griebnitzsee]]
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[[Kategorie:Babelsberg]]
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[[Kategorie:Neubabelsberg]]

Version vom 31. August 2020, 16:31 Uhr

Der Bahnhof Griebnitzsee,
Frühjahr 2005

Der Bahnhof Griebnitzsee, früher auch „Bahnhof Neubabelsberg“ und „Bahnhof Babelsberg UfaStadt“ genannt, befindet sich im Potsdamer Stadtteil Babelsberg am Griebnitzsee, nahe der Universität Potsdam und dem Hasso-Plattner-Institut.

Geschichte

Der Bahnhof Neubabelsberg,
um 1910

Einen Haltepunkt am Griebnitzsee gab es seit 1862. Er bekam zunächst den Namen „Neubabelsberg“. Ein Bahnhofsgebäude wurde aber erst in den Jahren 1891/92 aufgestellt. Der aufgestellt Holzpavillon stand einst als „Deutsches Haus“ auf der Wiener Weltausstellung, im Jahr 1873. Der Bahnhof Neubabelsberg gilt als Keimzelle der Villienkolonnie Neubabelsberg, da von hier aus die Bebauung des neuen Wohnviertels begann.

Unweit des Bahnhofs stand das Präsidialgebäude vom Deutschen Roten Kreuz. Auf derem Gelände befanden sich während des Zweiten Weltkrieges ein Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen, ein Zwangsarbeiterlager und ein Lager für Kriegsgefangene.

Das neue Bahnhofsgebäude wurde im Jahr 1931 durch den Architekten im Reichsbahndienst Richard Brademann projektiert. Das Gebäude ist seit dem in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten – bis hin zum Schiftzug für die Toiletten. Im Jahr 1938 wurde der Bahnhof – nach dem angrenzenden Betriebsgelände der UFA – in „Bahnhof Babelsberg Ufa Stadt“ und 1949 in „Griebnitzsee“ umbenannt.

Durch die Zerstörung der Brücke bei Kohlhasenbrück ruhte der S-Bahn-Verkehr zwischen Zehlendorf und Babelsberg zwischen 1945 und 1948. Auch in den Folgejahren gab es mehrfach Unterbrechnungen. Nach dem Mauerbau war der Bahnhof Griebnitzsee gar nicht mehr öffentlich zugänglich. Hier befand sich ab 1961 die einzige Grenzübergangsstelle für die Einreise mit dem Zug nach West-Berlin. In dieser Zeit verkehrten zwischen den Bahnhöfen Pirschheide und Babelsberg Dieseltriebwagen, die umgangssprachlich auch Eule genannt wurden.

Ab dem Jahr 1990 wurde der bis dahin als DDR-Grenzkontrollpunkt genutze Bahnhof wieder für die Öffentlichkeit freigegeben und für den angrenzenden Universitätsstandort ausgebaut.

Weitere Bilder

Weblinks

Quellen