Bassinplatz

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Der Bassinplatz in Potsdam liegt nördlich der Altstadt und ist der größte der drei barocken Stadtplätze Potsdams. Im Gegensatz zur Potsdamer Altstadt wurde der Bassinplatz während des Zweiten Weltkrieges nur wenig zerstört. Während seiner über 250 jährigen Geschichte hat er mehrfach seine Gestalt verändert. Im Jahr 1979 wurde der Platz nach dem Denkmalrecht der DDR als Flächendenkmal geschützt. Im Jahr 1992 wurde das Gebiet rund um den Bassinplatz mit dem Schwerpunkt Holländisches Viertel durch eine Satzung zum ersten Sanierungsgebiet in Potsdam erklärt. Eine Ansicht des Bassinplatzes aus der Vogelperspektive ist auf der Website http://www.bassinplatz.de möglich.

Der Bassinplatz war einst ein sumpfiges Gelände, bis er in den Jahren 1737 bis 1739 trockengelegt wurde. Ein holländisches Bassin wurde ausgegraben. Das Wasser floss über einen Kanal in den Heiligen See ab. In der Mitte des Bassins gab es eine Insel, auf der der Architekt Jan Bouman einen kleinen Pavillon, Gloriette genannt, errichtete.

Weil die Wasserzirkulation nicht ausreichte, war das Bassin besonders im Sommer ein übel riechendes Ärgernis. Das Becken wurde darum 1835 verkleinert und zwischen 1871 bis 1876 endgültig zugeschüttet. An Stelle der Gloritte befindet sich heute ein Friedhof für sowjetische Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.

Nach der Jahrtausendwende wurde der zentrale Busbahnhof zum neuen Hauptbahnhof verlagert. Die Dachkonstruktion aus den 1970-er Jahren konnte zurückgebaut werden, so dass sich die Raumwirkung des Bassinplatzes verbessert hat. Der Platz wird derzeit für den Wochenmarkt und als Parkplatz genutzt.

Zwei sakrale Bauwerke unterschiedlicher Art befinden sich am Bassinplatz. Einerseits die katholische Kirche St. Peter und Paul aus dem Jahr 1870 und andererseits am südöstlichen Rand, der Kuppelbau der Französichen Kirche von 1752, die älteste erhaltene Kirche Potsdams.

Im Westen des Platzes schließen die Häuser der Straße "Am Bassin" den Platz ab. Die zwischen 1773 und 1785 erbaute Häuserzeile weist einheitlich dreigeschossige und giebelgeschmückte Backsteinhäuser im holländischen Stil auf. Die Häuserzeile steht für den Anspruch und das hohe künstlerische Niveau der Architektur unter Friedrich II. Dem Haus Am Bassin 3 kommt in denkmalpflegerischer Hinsicht eine besondere Bedeutung zu, da es zu den wenigen Häusern gehört, deren originale Bausubstanz fast vollständig erhalten geblieben ist.