Bornstedter Feld

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Das Bornstedter Feld war in der Vergangenheit ein großer Truppenübungsplatz - wie auch die Döberitzer Heide. Während Friedrich Wilhelm I. noch im Lustgarten exerzieren ließ nutzte Friedrich II. bereits das große Gelände in der Bornstedter Feldflur für die zahlenmüig angewachsene Truppe. Vermutlich wurde das Bornstedter Feld nach dem 2. Schlesischen Krieg (1744/1745) zum Übungsgelände. Die damals noch übliche Dreifelderwirtschaft ermöglichte es, brachliegende Ackerflächen für Manöver zu nutzen. Ein festes Exerzierfeld entstand erst später während der Regierungszeit von Friedrich Wilhelm IV. Es befand sich im Bereich zwischen Jägerallee und Kirschallee, Pappelallee und Nedlitzer Chaussee. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Übungsgelände verkleinert. Am Schragen entstand nun die Siedlung Vaterland.

Das Bornstedter Feld wurde bis in die 1990er Jahre durch Russische Truppen genutzt. Die brach liegenden Flächen wurden für das Jahr 2001 als Buga-Park hergerichtet.

Döberitz und das Bornstedter Feld wurden auch für die ersten Flugzeugstarts genutzt. Nach den ersten Flugversuchen von Orville Wright im Jahre 1909. Zu den bekannten Luftfahrtpionieren zählten Dr. Alberti und Wilhelm Focke. Auch der Bornstedter Pfarrersohn Alfred Pietschker nutzte das Bornstedter Feld als Landeplatz. Ende des Ersten Welktrieges wurde eine Jagdstaffel auf dem Bornstedter Feld am Hang des Ruinenberges stationiert. Sie sollte Luftangriffe auf Berlin abwehren. Als nach dem Versailler Vertrag die Militärfliegerei verboten wurde, trafen sich die ehemaligen Kriegsflieger zu entsprechenden Anlässen in einer Kaserne am Bornstedter Feld, um alten Zeiten zu gedenken. Luftfahrtgeschichte wurde in Potsdam auch mit dem Luftschiffhafen geschrieben und auf dem nahe gelegenen Truppenübungsplatz Döberitzer Heide.