Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Aus PotsdamWiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Bundesvermögensamt.jpg

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben befindet sich im Potsdamer Stadtteil Berliner Vorstadt in der Berliner Straße 98.

Bevor es das Dienstgebäude der Wasserbaudirektion Kurmark wurde, befand es sich in den 1930er Jahren in Berlin in der Victoriastraße 34. Es musste von dieser Adresse wegziehen, da das Gebäude nicht ins architektonische Konzept der neuen Reichshauptstadt "Germania" passte.

Das Gebäude wurde 1939-1940 nach Plänen von Werner March, dem Architekten des Berliner Olympiastadions, errichtet. Er entwarf einen fast 70 Meter langen Bau mit zwei Seitenflügeln und einem Querriegel. Für den Bau wurden hochwertige Materialien wie Sandstein, Muschelkalk, Travertin, Juragestein, Schlesischem Mamor und Schiefer eingesetzt. Für die geänderten Türrahmen wurde Kunststein verwendet. In der Halle des Obergeschosses befand sich eine Hitlerbüste mit "Führerspruch", von der heute noch der Sockel steht.

Ab 1945 wurde das Hauptgebäude zur Kommandantur der Sowjetischen Kontrollkommission. 1955 wurden Erweiterungsbauten für das Deutsches Zentralarchiv der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im angepassten Baustil fertiggestellt.

Heute wird der Komplex durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und den Bundesforstbetrieb Westbrandenburg genutzt.

Die Aufgaben der Bundesanstalt sind:

  • die Identifizierung und Erfassung des Bundesvermögens,
  • die Verwaltung und der Verkauf von Liegenschaften, die für Bundeszwecke nicht gebraucht werden, wie z.B. Wohnliegenschaften, gewerblich nutzbare Liegenschaften und bundeseigene Forstliegenschaften,
  • die Veräußerung von Grundstücken - auch im Zusammenhang mit dem Umzug der Bundesregierung,
  • die Erfassung, die Verwaltung und die Verwertung von Fiskalerbschaften der DDR

Quellen

  • Waltraud Volk: Potsdam historische Straßen und Plätze heute, VEB Verlag für Bauwesen Berlin 1988, S. 49, ISBN 3-345-00050-4