Carl Christian Horvath

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Carl Christian um 1820
Gedenktafel am Platz der Einheit, April 2013

Carl Christian Horvath (* 6. Februar 1752 in Wittenberg; † 18. Juni 1837 in Potsdam) war der erste größere Buchhändler in Potsdam und Gründer des deutschen Börsenvereins der Buchhändler.

Geschichte

Carl Christian Horvath wurde am 6. Februar 1752 in Wittenberg geboren. Er besuchte die Stadtschule und begann als 14-jähriger eine Lehre zum Buchhändlerlehre. Zwei Jahre später sandte ihn sein Lehrmeister zum ersten Mal zur Leipziger Messe. Die Messebesuche gehörten seit dem zum festen Bstandteil seines Lebens. Auf einem dieser Besuch wurde der Buchhändler Joachim Pauli auf Horvath aufmerksam und holte ihn nach Berlin, wo er später die Tochter Paulis heiratete.

Horvath gründete dann im Jahr 1778 einen eigenen Buchladen am Alten Markt in Potsdam, im Haus des Hofgoldschmieds Müller (Schloßstraße 17). Er baute seinen Laden zu einer Buch-, Kunst-, und Musikalienhandlung mit Leihbücherei (500 Bände) aus und übernahm alsbald den Verlag seines Schwiegervaters. 1791 kaufte er für 1.650 Taler das Haus am Wilhelmplatz 6 vom Garnison-Maurermeister Renschu. Hier verlegte er 1822 die "Beschreibung der Königlichen Schlösser und Gärten". 1818 erwarb er das Eckhaus Wilhelmplatz - Nauener Straße und bewohnte es mit seinem Sohn.

1797 mietete Horvath einen Raum der Universität Leipzig. Hier gab er auswärtigen Buchhändlern gegen ein Eintrittsgeld Gelegenheit ihre Abrechnungen während der Leipziger Messe durchzuführen. Aus diesem Abrechnungsinstitut entwickelte sich der Börsenvereins der deutschen Buchhändler. Carl Horvath wurde zum Ehrenvorsitzenden dieser „Buchhändler-Börse” gewählt.

Im Jahr 1809 wurde Horvath zum ersten Stadtverordnetenvorsteher Potsdams gewählt. Von 1811 bis 1817 war er Stadtrat im Magistrat Potsdams. Aufgrund seines Engagements nannte man ihn „den Freiherrn von Stein Potsdams“.


Am 18. Juni 1837 starb Carl Christian Horvath in Potsdam. Er wurde auf dem Alten Friedhof in der Heinrich-Mann-Allee bestattet.


Quellen