Christoph Ferdinand Kindermann

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Christoph Ferdinand Kindermann (* 6. September 1805 in Berlin; † 15. September 1865 in Potsdam) war der erste Hofgärtner im Park Babelsberg.

Gschichte

Christoph Ferdinand Kindermann wurde am 06. September 1805 als Sohn eines Kaufmanns in Berlin geboren. Dort erlernte er im Schloßgarten Bellevue den Beruf eines Gärtners. In dieser Zeit war er bereits in Charlottenburg, der 1823 gegründeten Landesbaumschule in Potsdam und im Botanischen Garten von Berlin tätig. Nach seiner Ausbildung begann die Gesellenwanderung, die ihn unter anderem in die Schweiz, nach Italien, Ungarn und Österreich führten und 1833 endete.

Kindermann begann als Obergehilfe unter dem Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné in Nowawes mit dem Anlegen eines Landschaftsgartens im Auftrag des Kronprinzen Wilhelm, dem späteren Park Babelsberg. 1837 wurde Kindermann zum Hofgärtner ernannt. Nachdem Lenné durch den Gartenkünstlers Hermann von Pückler-Muskau abgelöst wurde, leitete Kindermann ab 1843 die Umbauarbeiten zu einem englischen Landschaftsgarten im Stile und unter Anleitung Pücklers. Dazu fuhr Kindermann zu Studienzwecken nach Muskau, auf den Landsitz des Fürsten.

1855 begann im südöstlichen Teil des Parks die Errichtung einer Hofgärtnerei mit dem Bau eines Treibhauses. Es folgten Wirtschaftsgebäuden und ein stattliches Gärtnerhaus, in dem Kindermann mit seiner Familie wohnte. Als Kindermann 1865 starb, trat sein Sohn Otto Kindermann dessen Nachfolge als Hofgärtner im Park Babelsberg an.

Quellen