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Clara Ottilie Alexandrine Emilie Becker wurde am 30. April 1930 als Tochter des Kommerzienrates Ludwig Becker in Berlin geboren und heiratete 1850 den Kaufmann [[Hoffbauer, Hermann|Hermann Hoffbauer]]. Dieser gründete zusammen mit dem Bruder von Clara eine Teppichfabrik in Berlin-Kreuzberg. 1870 kaufte das Ehepaar die Potsdamer Villa „Havelhaus“ in der heutigen Hoffbauerstraße. Die Villa wurde ein Ort der Begegnung und war geprägt von Besuchen von [[Theodor Fontane]] oder [[Ernst von Bergmann]].
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Clara Ottilie Alexandrine Emilie Becker wurde am 30. April 1830 als Tochter des Kommerzienrates Ludwig Becker in Berlin geboren und heiratete 1850 den Kaufmann [[Hoffbauer, Hermann|Hermann Hoffbauer]]. Dieser gründete zusammen mit dem Bruder von Clara eine Teppichfabrik in Berlin-Kreuzberg. 1870 kaufte das Ehepaar die Potsdamer Villa „Havelhaus“ in der heutigen Hoffbauerstraße. Die Villa wurde ein Ort der Begegnung und war geprägt von Besuchen von [[Theodor Fontane]] oder [[Ernst von Bergmann]].
  
 
Nachdem Hermann Hoffbauer auf einer seiner Handelsreisen nach Ägypten erkrankte und von Kaiserswerther Diakonissen gepflegt wurde, entschloss sich das Ehepaar ein Testament zugunsten des Rheinisch-Westfälischen Vereins für Bildung und Beschäftigung evangelischer Diakonissen in Kaiserswerth zu verfassen. Dieser sollte nach dem Tode des kinderlosen Ehepaars ein Waisenhaus und ein Krankenhaus errichten. Nachdem Hermann Hoffbauer 1884 verstarb, begann Clara Hoffbauer mit der Verwirklichung des Stiftungsgedankens. Sie kaufte ein ungefähr 40 Hektar großes Gelände südöstlich der Halbinsel [[Tornow]] in [[Potsdam]]. Am 30. Juni 1901 wurde die Hoffbauer-Stiftung rechtlich anerkannt und eröffnet. Im Zuge dessen übergab Clara Hoffbauer der Stiftung ihr gesamtes Barvermögen und ihren Grundbesitz. Auf dem Gelände befanden sich 20 Gebäude, unter anderem eine Schule, sechs Waisenhäuser und ein Kranken- und Isolierhaus. 1889 wurde die Insel an Gedenken an Hermann Hoffbauer in [[Hermannswerder]] umbenannt.
 
Nachdem Hermann Hoffbauer auf einer seiner Handelsreisen nach Ägypten erkrankte und von Kaiserswerther Diakonissen gepflegt wurde, entschloss sich das Ehepaar ein Testament zugunsten des Rheinisch-Westfälischen Vereins für Bildung und Beschäftigung evangelischer Diakonissen in Kaiserswerth zu verfassen. Dieser sollte nach dem Tode des kinderlosen Ehepaars ein Waisenhaus und ein Krankenhaus errichten. Nachdem Hermann Hoffbauer 1884 verstarb, begann Clara Hoffbauer mit der Verwirklichung des Stiftungsgedankens. Sie kaufte ein ungefähr 40 Hektar großes Gelände südöstlich der Halbinsel [[Tornow]] in [[Potsdam]]. Am 30. Juni 1901 wurde die Hoffbauer-Stiftung rechtlich anerkannt und eröffnet. Im Zuge dessen übergab Clara Hoffbauer der Stiftung ihr gesamtes Barvermögen und ihren Grundbesitz. Auf dem Gelände befanden sich 20 Gebäude, unter anderem eine Schule, sechs Waisenhäuser und ein Kranken- und Isolierhaus. 1889 wurde die Insel an Gedenken an Hermann Hoffbauer in [[Hermannswerder]] umbenannt.
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== Quelle ==
 
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* Dauerausstellung "Verantwortung für Generationen" auf der Festwiese neben der Inselkirche auf Hermannswerder
 
* Dauerausstellung "Verantwortung für Generationen" auf der Festwiese neben der Inselkirche auf Hermannswerder
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* Hoffbauer-Stiftung Chronik 1901-1991
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* 100 Jahre Hoffbauer-Stiftung Potsdam-Hermannswerder Chronik 1901-2001
 
[[Kategorie:Personen der Geschichte]]
 
[[Kategorie:Personen der Geschichte]]

Aktuelle Version vom 20. August 2016, 10:07 Uhr

Clara Hoffbauer, geborene Becker (*30.April 1830 in Berlin; † 28.Februar 1909 in Potsdam) war die Gründerin der Hoffbauer-Stiftung.

Clara Hoffbauer

Geschichte

Clara Ottilie Alexandrine Emilie Becker wurde am 30. April 1830 als Tochter des Kommerzienrates Ludwig Becker in Berlin geboren und heiratete 1850 den Kaufmann Hermann Hoffbauer. Dieser gründete zusammen mit dem Bruder von Clara eine Teppichfabrik in Berlin-Kreuzberg. 1870 kaufte das Ehepaar die Potsdamer Villa „Havelhaus“ in der heutigen Hoffbauerstraße. Die Villa wurde ein Ort der Begegnung und war geprägt von Besuchen von Theodor Fontane oder Ernst von Bergmann.

Nachdem Hermann Hoffbauer auf einer seiner Handelsreisen nach Ägypten erkrankte und von Kaiserswerther Diakonissen gepflegt wurde, entschloss sich das Ehepaar ein Testament zugunsten des Rheinisch-Westfälischen Vereins für Bildung und Beschäftigung evangelischer Diakonissen in Kaiserswerth zu verfassen. Dieser sollte nach dem Tode des kinderlosen Ehepaars ein Waisenhaus und ein Krankenhaus errichten. Nachdem Hermann Hoffbauer 1884 verstarb, begann Clara Hoffbauer mit der Verwirklichung des Stiftungsgedankens. Sie kaufte ein ungefähr 40 Hektar großes Gelände südöstlich der Halbinsel Tornow in Potsdam. Am 30. Juni 1901 wurde die Hoffbauer-Stiftung rechtlich anerkannt und eröffnet. Im Zuge dessen übergab Clara Hoffbauer der Stiftung ihr gesamtes Barvermögen und ihren Grundbesitz. Auf dem Gelände befanden sich 20 Gebäude, unter anderem eine Schule, sechs Waisenhäuser und ein Kranken- und Isolierhaus. 1889 wurde die Insel an Gedenken an Hermann Hoffbauer in Hermannswerder umbenannt.

Am 28. Februar 1909 verstarb Clara Hoffbauer. 2010 wurde sie mit einer Gedenktafel des Projekts „Frauenorte im Land Brandenburg“ geehrt. Die Gedenktafel wurde der Stiftung übergeben. Zum 100. Jubiläum der Inselkirche und zum 110. Bestehen der Stiftung wurde ein Theaterstück zu Ehren der Stifterin vorgeführt.

Weblinks

Jubiläum mit Erinnerungen an Gründermutter Clara Hoffbauer" von Ildiko Röd

  • Ehrung Clara Hoffbauer – Artikel in Potsdam Neueste Nachrichten vom 15.12.2010, "Clara Hoffbauer geehrt" von Eva Schmid

Quelle

  • Dauerausstellung "Verantwortung für Generationen" auf der Festwiese neben der Inselkirche auf Hermannswerder
  • Hoffbauer-Stiftung Chronik 1901-1991
  • 100 Jahre Hoffbauer-Stiftung Potsdam-Hermannswerder Chronik 1901-2001