Einsiedelei am Ruinenberg

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Das Haus Einsiedelei Nummer 1 im Sommer 2007

Die Einsiedelei in der Jägervorstadt von Potsdam bezeichnet eine kleine Straße am oberen Ende der Ruinenbergstraße, die eigentlich An der Einsiedelei heißt. Die Bezeichnung der Straße geht auf das heutige Wohnhaus Einsiedelei 1 zurück. Die Einsiedelei gehörte früher postalisch zur Ruinenbergstraße, erst seit dem Jahr 1996 gibt es die eigene Straßenbezeichnung.

Geschichte

Das Haus Einsiedelei war ein ehemaliges Chausseehaus. Im Jahr 1856 ließ Friedrich Wilhelm IV. das Gebäude zu einem Diensthaus für den Aufseher der hier befindlichen Baumschule umbauen. Der Umbau erfolgte unter Leitung von Ludwig Ferdinand Hesse. Das Gebäude im italienischen Landhausstil erhielt dabei auch eine königliche Teestube. Vorbild für den Umbau war das Casa Cenci der Volla Borghese in Rom.

Der Name Einsiedelei ist die Übersetzung des französischen Wortes Eremitage. Im vorigen Jahrhundert wurde der Begriff gern verwendet (z. B. die Eremitage in St. Petersburg oder die Einsiedelei am Jungfernsee) und bezog sich auf eine häusliche Gartenverziehrung – eine mit Baumrinde und Stroh bekleidete Hütte an einem einsamen, waldigen Ort.


Quellen

  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“; Verlag für Berlin-Brandenburg; 2010; ISBN 978-3-942476-03-4