Friedrich Wilhelm I. in Preußen

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Friedrich Wilhelm I., König von Preußen
* 14.08.1688 im Berliner Schloss
† 13.05.1740 im Residenzschloss Potsdam
Regierungszeit: 25.02.1713 - 31.05.1740
Vermählt mit Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg-Hannover

Friedrich Wilhelm I. war der einzige Sohn des ersten Königs von Preußen und dessen Gemahlin Sophie Charlotte. Er wurde am Hofe seiner Großmutter, der Kurfürstin Sophie von Hannover, erzogen. Mit der Königskrönung seines Vaters - Friedrich I. - erhielt er den Titel eines Prinzen von Oranien. Am 28. November 1706 heiratete er Dorothea von Braunschweig-Lüneburg-Hannover. Aus der Ehe gingen 13 Kinder hervor. Nach dem Tod Friedrich I. wurde er 1713 zum König gekrönt.
Friedrich Wilhelm I nahm am dritten Nordischen Krieg teil und gewann für Brandenburg, Vorpommern und Stettin. Er reformierte während seiner Regierungszeit das Justizwesen, die öffentlichen Finanzen und zentralisierte die Verwaltung. 1727 ließ er die Berliner Charité gründen. Unmittelbar nach seiner Regierungsübernahme änderte er den Umgang mit den Staatsfinanzen radikal. Schulden durften nicht mehr gemacht werden; es galt das Prinzip der größtmöglichen Sparsamkeit bei staatlichen Ausgaben. Dies hatte u.a. zur Folge das viele wissenschaftliche Einrichtungen geschlossen und somit Gelehrte entlassen wurden.
1737 wurde durch die Reform seines Ministers, Samuel von Cocceji, welche das Preussische Landrecht betraf, die Grundlage für einen wirklichen Rechtsstaat gelegt.
Friedrich Wilhelm I. verfolgte seine politischen Ziele sehr energisch. Am Ende seiner Herrschaft war die preußische Armee das viertgrößte Heer Europas. Unter diesem Herrscher verschmolzen Staat und Armee und es bildete sich eine sehr eigene Form des Absolutismus. Die "Langen Kerls" des Friedrich Wilhelm I. waren über die preußischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Deshalb wird dieser Preußenkönig heute noch der "Soldatenkönig" genannt.