Fritz Rumpf

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Fritz Rumpf, 1896

Fritz Rumpf (* 16. Februar 1856 in Frankfurt am Main; † 23. Juli 1927 in Potsdam) war ein deutscher Maler, Kunstsammler, Schriftsteller und Stadtrat in Potsdam und Erbauer der Villa Rumpf in Potsdam.

Geschichte

Fritz Rumpf wurde am 16. Februar 1856 als Heinrich Friedrich Rumpf in Frankfurt am Main geboren. Sein Vater war Dr. Remigius Ernst Friedrich Carl, Rechtskonsulent der Stadt Frankfurt am Main. Seine Mutter hieß Gertraude Louise, geborene Finger.

Rumpf besuchte die so genannte „Musterschule“ in Frankfurt am Main. Um seine Sprachkenntnisse zu verbessern besuchte er 1872 für ein Jahr eine Schule in Lausanne. 1873 begann Rumpf eine Lehre in einem Bankhaus In Frankfurt am Main. Seinen Militärdienst leistete er 1876 bei den Stuttgarter Ulanen. Ab 1878 studierte er zunächst am Städel'schen Kunstinstitut in Frankfurt und später an der Kunstakademie in Kassel. Zusätzlich besuchte er ab 1886 die Berliner Kunstakademie.

1886 heiratete Rumpf die sechs Jahre jüngere Margarethe Gatterer aus Schwaben. Frau Rumpf schenkte ihrem Gatten sechs Kinder. Von 1888 bis 1893 wohnte die Familie Rumpf in Potsdam, in der heutigen Weinbergstraße. Hier begann er mit der fotographischen Dokumentation der Potsdamer Architektur. Die Vorliebe für den Barock und den Rokoko bewogen ihn im Jahr 1893 nach Würzburg umzusiedeln. Doch 1895 wohnte er wieder in Potsdam. Seine Villa (nach eigenen Entwürfen mit dem Architekten Gustav Meyer errichtet) steht in der heutigen Ludwig-Richter-Straße 17, direkt am Heiligen See. Die Villa wurde zu einem offenen Treffpunkt für verschiedenartige Künstler. Darunter waren die Maler Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth zu Gast. Zu den Besuchern zählten auch die Schauspielerin Tila Durieux oder die Architekten Peter Behrens und Henri van de Velde.

Seit 1909 war Rumpf Mitglied im „Potsdamer Kunstverein“ und wurde Gründungsmutglied des „Museumsverein Potsdam“. 1913 war Rumpf Initiator der Meßbildausstellung „Potsdam“, die in Berlin gezeigt wurde. In den Jahren von 1918 bis 1923 war er Stadtrat in Potsdam, Vorstandsmitglied des „Potsdamer Kunstvereins“ und Mitglied im „Verein für die Geschichte Potsdams“ und ein Mitbegründer des „Potsdamer Kultursommers“.


Fritz Rumpf starb am 23. Juli 1927 in Potsdam. Sein Leichnam liegt in einem Mausoleum auf dem Neuen Friedhof in der Heinrich-Mann-Allee.

Quellen

  • Infotafel im Potsdam Museum