Garde-Jäger-Kaserne

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ehem. Garde-Jäger-Kaserne; 2013

Die ehemalige Garde-Jäger-Kaserne, früher „Kaserne für Beweibte Offiziere“ oder schlicht „Beweibten-Kaserne“ genannt, befindet sich in der Innenstadt von Potsdam, an der Ecke Türkstraße und Berliner Straße. Das Gebäude wurde Mitte des 18. Jahrhunderts für das Gardes du Corps errichtet. Baumeister war Heinrich Ludwig Manger. Sie ist heute Sitz des Energieversorgers E.ON edis.

Eine weitere Kaserne für die Garde-Jäger, die so genannte Kleine Kaserne, stand auf der östlichen Seite der Elisabethstraße. Das Gebäude wurde während der Bombardierung in der Nacht von Potsdam am 14. April 1945 schwer beschädigt. An gleicher Stelle steht heute das Klinikum Ernst von Bergmann in der Charlottenstraße.

In der Pappelallee, Ecke Jägerallee wurde im Jahr 1910 eine weitere Kaserne für das Garde-Jäger-Bataillon fertig gestellt. Es beherbergte die neu geschaffene Garde-Maschinengewehr-Abteilung Nr. 1.

Geschichte

Kaserne der MG-Abteilung in der Pappelallee, 1915

Die Hauptkaserne wurde Mitte des 18. Jahrhundert von Heinrich Ludwig Manger errichtet und diente als Kaserne für verheiratete Soldaten, die zusammen mit ihren Frauen hier lebten. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte oberste Stockwerk wurde in den Jahren 2004 und 2005 rekonstruiert, womit das Gebäude seine typischen Fledermausgauben zurück erhielt. Danach diente es dem Energiekonzern E.ON edis als Verwaltungssitz im Land Brandenburg.

Quellen

  • Garde-Jäger-Bataillon – Kaserne – Artikel-Abschnitt bei der Wikipedia, vom 20. Januar 2010
  • „Plan der Residenzstadt Potsdam und Umgebung“, Stadtvermessungsamt Potsdam, Druck: Berliner Lithographisches Institut, Berlin, 1912
  • „Vernichtet - Vergessen - Verdrängt Militärbauten und militärische Denkmäler in Potsdam“, Frank Bauer, Hartmut Knitter und Heinz Ruppert; Verlag E. S. Mittler & Sohn, Berlin, Bonn, Herford, 1993, Seite 50