3. Garde-Ulanen-Kaserne

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Aussenansicht der ehemaligen Kaserne, 2012

Die Garde-Ulanen-Kaserne in der Jägerallee befindet sich in der Jägervorstadt von Potsdam, in der Jägerallee 23, zwischen dem Ulanenweg und dem Voltairweg. Sie wurde im 19. Jahrhundert für eine Militäreinheit der Ulanen errichtet, nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Armee genutzt, nach der Wende rekonstruiert und seit dem als Oberstufenzentrum sowie als Gewerbegebiet von verschiedenen Firmen genutzt.

Geschichte

Die Garde-Ulanen-Kaserne wurde in den Jahren von 1861 bis 1879 im normannischen Burgenstil für das 3. Garde-Ulanen-Regiment errichtet. Die lange, zinnenbekrönte Fassade ist durch höhere Seitenflügel gegliedert, die wiederum mit Türmen geschmückt sind.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Kasernenkomplex wegen der verordneten Reduzierung der Größe der deutschen Armee für die Schutzpolizei genutzt. In der Zeit der Nationalsozialisten wurde die Kaserne weiter ausgebaut und als „Hindenburgkaserne“ dem Militär wieder zur Verfügung gestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg bezog die Sowjetische Armee die Anlage und ließ ebenfalls weiter ausbauen.

Im Jahr 1991 wurde die Kaserne unter Denkmalschutz gestellt und im Jahr 1997 vom Entwicklungsträger Bornstedter Feld erworben. Danach wurden, im Zuge der Bundesgartenschau 2001, die zahlreichen Pferdeställe restauriert.

Im September 2002 zog das Oberstufenzentrum „OSZ 1 – Technik Potsdam“ in das Baudenkmal. Zudem haben hier verschiedene Unternehmen, wie etwa die Deutsche Kreditbank (kurz DKB), ihren Sitz.

Im Jahr 2004 zog die Fa. Christoph Miethke in den Ostflügel (Haus 5) mit seiner medizinischen Werkstatt ein.

Weblinks

  • Tassilo Soltkahn – offizielle Webseite des Architekten Tassilo Soltkahn für den Umbau und die Sanierung Haus 5 zur medizinischen Werkstatt der Fa. Christoph Miethke GmbH & Co. KG

Quellen