Georg Jacoby

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Georg Jacoby auf einer Autogrammkarte, ca. 1925

Georg Gustav Franz Jacoby (* 21. Juli 1882 in Mainz; † 21. Februar 1964 in München) war ein deutscher Autor und Regisseur.

Geschichte

Georg Jacoby wurde am 21. Juli 1882 in Mainz geboren. Er war zunächst Schauspieler an den Stadttheatern in Bremen und Königsberg. Dann ging er nach Berlin, um Bühnenregisseur zu werden. Jacoby versuchte sich auch als Drehbuchautor und hatte 1913 beim Literarischen Lichtspielverlag seine erste Regieführung.

Nach einem kurzen Intermezzo bei der „National-Film“ 1914 nahm ihn 1915 die „Projektions-AG Union“ (PAGU) unter Vertrag. Für sie inszenierte er zunächst heitere, dann nationalpatriotische Themen. Während des Ersten Weltkriegs drehte er Propagandafilme im Auftrag des „Bild- und Filmamts“ (BUFA) und für die „Mars-Film“. Nach Kriegsende profilierte er sich – nunmehr im Rahmen der UFA – mit Sitten- und Sexual-Aufklärungsfilmen.

Jacoby – in erster Ehe verheiratet mit der Schauspielerin Elga Brink – arbeitete als Drehbuchautor nebenher für die „Vera-Film“ in Hamburg und drehte Komödien, monumentale, erotisch-exotische Stoffe und Justizdramen. Während Dreharbeiten lernte Jacoby in der Domstraße 28 im Potsdamer Stadtviertel Neubabelsberg seine spätere zweite Ehefrau Marika Rökk kennen. Mit ihr drehte Jacoby in den 1930er Jahren eine Serie typischer „Jacoby-Rökk-Filme“.

Mit dem weltumspannenden Mehrteiler „Der Mann ohne Namen“ – der ersten Adaption des Ullstein-Romans „Peter Voß, der Millionendieb“ von Ewald Gerhard Seeliger – empfiehlt er sich für weitere Monumentalitäten.

Nach dem Ende des Nationalsozialismus wurde Jacoby in Deutschland und Österreich bis 1947 mit einem Betätigungsverbot belegt. Erst 1950 setzte er seine Arbeiten im erprobten Stil fort, produzierte aber auch wieder Komödien und Kriminalfilme, bei denen er an seinem Stil der späten 1920er Jahre anknüpfte.

Im Februar 1964 starb Jacoby in München.

Quellen