Golm

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Wappen von Golm

Das ehemalige Dorf Golm ist seit dem Jahr 2004 ein Stadtteil von Potsdam. Es liegt im Westen der Stadt und ist durch seinen ursprünglichen, dörflichen Charme gekennzeichnet.

Bekannt ist Golm für einen der Standorte der Universität Potsdam und den angrenzenden Wissenschaftspark.

Geschichte

Funde aus der Steinzeit (älter als 10.000 Jahre) belegen eine frühe Besiedelung am Fuße des Ehrenpforten- und des Reiherberges. Zwischen dem 8. Jahrhundert und dem 12. Jahrhundert lag am Westrand des Reiherberges eine Siedlung der Slawen. Unweit davon entstand eine frühdeutsche Siedlung. Der slawischer Name Golm (übersetzt Hügel) wurde von den Deutschen übernommen.

Die erste urkundliche Erwähnung ist 1289 nachweisbar. Die "Alte" Kirche Golm ist Potsdams älteste durchgehend als Gotteshaus genutzte Kirche und wurde im Jahr 1458 errichtet. Durch den 30-jährigen Krieg wurde das Dorf entvölkert. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm I. übernahm im Jahr 1664 das wüste Dorf und ließ es unter anderem mit Schweizer Kolonisten neu besiedeln. 99-Tage-Kaiser Friedrich III. (vorher Kronprinz Friedrich Wilhelm) und seine Gattin Viktoria ließen in Golm eine "Neue" Kirche bauen, die 1886 eingeweiht wurde.

Seit 1902 hat Golm einen Eisenbahnanschluss.

Im Jahr 2003 wurde Golm in Potsdam eingemeindet. Viele Einwohner und Teile des damaligen Golmer Stadtrates befürworteten jedoch den Anschluss an Werder (Havel), was zu heftigen Protesten führte. Im Jahr der Eingemeindung hatte Golm etwa 2.500 Einwohner. 2005 wurde in der Sache gerichtlich das Schlusswort gesprochen

Weitere Bilder


Quellen

  • "Golmer Luch - Ein Wanderführer", Potsdam 2010, Herausgeber ARGUS Potsdam e.V.
  • Potsdamer Neueste Nachrichten: Potsdam behält neue Ortsteile. Kein Erfolg für Klagen gegen Eingemeindung. 18. Oktober 2005. Abgerufen am 23. Oktober 2011.
  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“, Götzmann, Jutta; Wernicke, Thomas; Winkler, Kurt (Hrsg.); Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin, 2010, S. 219f; ISBN 978-3-942476-03-4.

Weblinks