Heveller

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Wohngebiet der Heveller, westlich des Teltow

Die Heveller waren eine Volksgruppe der Elb- und Ostseeslawen. Sie lebten an der mittleren Havel, westlich des Teltow, von Spandau bis hinter Rathenow. Der Hauptsitz ihres Fürsten war die Brandenburg. Ihre unmittelbaren Nachbarn im Osten waren die Sprewanen. Ihr Name stammt aus dem Neuhochdeutschen und wurde von der altslawischen Form Habelli (Havel) abgeleitet. Sie bildeten eine stärke politische Einheit, die auf dem Christentum beruhte. Dadurch waren deren Herrscher den deutschen Fürsten ebenbürtig und standen mit diesen in enger Verbindung.

Der letzte Fürst der Heveller, Pribislaw-Heinrich, machte dem Sohn Albrecht dem Bären die Zauche zum Patengeschenk. Das verbliebene Land erhielt der spätere Markgrafen im Jahr 1150, weil Pribislaw-Heinrich dies in einem Erbschaftsvertrag so festgelegt hatte.

Historischer Hintergrund

Das Gebiet des heitigen Landes Brandenburg wurde von ostgermanischen Volksgruppen besiedelt. Das Havelland gehörte den Semnonen. Während der Völkerwanderung (375-568) zogen die Germanen nach Westen ab. Das fast menschenleere Land zwischen Elbe und Oder besiedelten nun slawische Völker, darunter die Milzener, Lusiki, Sorben und Heveller. Am Anfang des 9. Jahrhunderts begann die über 500 Jahre andauernde Deutsche Ostexpansion (auch Ostkolonisation oder Ostsiedlung genannt). Die deutschen Siedler besetzten anfangs nur das dünnbesiedelte Gebiet der Slawen. Zur Sicherung ihrer Ansprüche gründeten die deutschen Herrscher Bistümer und Kloster. Später überquerten immer mehr Deutsche die Elbe und begannen die Slawen - teilweise mit Waffengewalt - zu vertreiben. Dennoch blieben viele Slawen in ihrer Heimat und integrierten sich in der deutschen Lebensweise. Nur die Sorben in der Lausitz schafften es nicht vertrieben zu werden und ihre Kultur zum großen Teil zu erhalten. Der letzte Fürst der Heveller, Pribislaw-Heinrich, machte dem Sohn Albrecht dem Bären die Zauche zum Patengeschenk. Das verbliebene Land erhielt der spätere Markgrafen im Jahr 1150, weil Pribislaw-Heinrich dies in einem Erbschaftsvertrag so festgelegt hatte.

Quellen