Hiller-Brandtsche Häuser

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Die Hiller-Brandtschen Häuser, im Frühling 2006

Die Hiller-Brandtschen Häuser befinden sich in der Innenstadt von Potsdam, in der Breiten Straße 8 bis 12, an der Kreuzung zur Dortustraße. Sie wurden zuletzt vom Potsdam Museum genutzt und befinden sind heute in Privatbesitz.

Geschichte

Die Hiller-Brandtschen Häuser wurden nach ihrer Erbauung als Bürgerhäuser genutzt. Die Gebäude fallen durch ihre kunstvollen Palastfassaden auf. König Friedrich II. ließ sie auf seine Kosten errichten. Den Namen bekam der Gebäudekomplex durch seine Nutzer, den Kaufmann Johann Friedrich Hiller und den Schneidermeister Johann Gebhardt Brandt. Die Besitzer wohnten jeweils in den viergeschossigen Häuserteilen. Der dreigeschossige Mittelgang zwischen den Gebäudeteilen war für Soldaten der Garnisonsstadt reserviert.

Der Architekt Georg Christian Unger entwarf die Fassade. Dabei orientierte er sich am Entwurf des Architekten Inigo Jones der das „Whitehall Palace“ in London plante. Jones war als Architekt zu dieser Zeit in Mode, das Whitehall Palace wurde allerdings nie realisiert. Jones wiederum ließ sich durch den italienischen Rennaissance-Architekten Andrea Palladio inspirieren. Die Hiller-Brandtschen Häuser waren ein so großer Erfolg, dass Unger danach noch an 300 weiteren Bürgerhäuser und öffentlichen Gebäuden in Potsdam beteiligt wurde.

Im Jahr 1833 erfolgte ein Umbau durch den Architekt Christian Heinrich Ziller. In den Jahren zwischen 1920 und 1930 wohnte hier Henning von Tresckow.

Ab dem Jahr 1985 wurde in den rekonstruierten Häusern eine Ausstellung vom Potsdam Museum eröffnet. Später wurden die Gebäude an eine Privatperson verkauft.

weitere Bilder

Quellen

  • „Von der kurfürstlichen Landschaftsallee zur sozialistischen Magistrale - die Wilhelm-Külz-Straße“; Herausgeber: Potsdam Museum - Heft 29, Potsdam, 1988
  • Hiller-Brandtsche Häuser – Artikel in der Wikipedia
  • „Von der kurfürstlichen Landschaftsallee zur sozialistischen Magistrale – die Wilhelm-Külz-Straße“ – Autorenkollektiv; Herausgeber: Potsdam-Museum; veröffentlicht im Jahr 1988