Hermann Hoffbauer

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Hermann Hoffbauer (*30. Juni 1819 in Halberstadt; † 04. Januar 1884 in Potsdam) war Teppichfabrikant und Ehemann von Clara Hoffbauer.

Geschichte

Das Havelhaus in der Hoffbauerstraße, um 1890

Hermann Hoffbauer wurde am 30. Juni 1918 als Sohn eines Kaufmanns in Halberstadt geboren und heiratete 1850 Clara Becker. Diese war die Tochter des Kommerzienrates Ludwig Becker.

Zusammen mit Emil Becker, dem Bruder von Clara, gründete Hermann Hoffbauer eine Teppichfabrik in Berlin-Kreuzberg. 1873 errichtete er eine Kranken- und Unterstützungskasse für die Angestellten der Fabrik. Bereits 1870 kaufte das Ehepaar die Potsdamer Villa „Havelhaus“ in der heutigen Hoffbauerstraße. Die Villa wurde ein Ort der Begegnung und war geprägt von Besuchen von Theodor Fontane oder Ernst von Bergmann.

Schon früh wollten Hermann und Clara Hoffbauer eine Stiftung zur Erziehung weiblicher Waisen gründen. Dieses Vorhaben wurde bestärkt, nachdem Hermann auf einer seiner Handelsreisen nach Ägypten erkrankte und von Kaiserswerther Diakonissen gepflegt wurde. Wieder in Deutschland angekommen verfasste das Ehepaar ein Testament zugunsten des Rheinisch-Westfälischen Vereins für Bildung und Beschäftigung evangelischer Diakonissen. Dieser sollte nach dem Tode des kinderlosen Ehepaars ein Waisenhaus und ein Krankenhaus errichten.

Hermann Hoffbauer verstarb 1884. Danach begann Clara Hoffbauer mit der Verwirklichung des Stiftungsgedankens. Sie kaufte ein ungefähr 40 Hektar großes Gelände südöstlich der Halbinsel Tornow in Potsdam. Am 30. Juni 1901 wurde die Hoffbauer-Stiftung von Kaiser Wilhelm II. rechtlich anerkannt. Später wurde die Insel an Gedenken an Hermann Hoffbauer in Hermannswerder umbenannt.

Weitere Bilder

Weblinks

Quelle

  • Dauerausstellung "Verantwortung für Generationen" auf der Festwiese neben der Inselkirche auf Hermannswerder
  • Hoffbauer-Stiftung Chronik 1901-1991
  • 100 Jahre Hoffbauer-Stiftung Potsdam-Hermannswerder Chronik 1901-2001