Hoffbauer-Stiftung: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 9. Februar 2012, 18:56 Uhr

Die Hoffbauer-Stiftung, auch Hoffbauerstiftung bildet seit 1902 eine unabhängige Anstaltsparochie in Potsdam. 1906 trennte sich die Stiftung vom Rheinisch-Westfälischen Verein, dem Trägerverein von Kaiserswerth.

Geschichte

Der Kaufmann Hermann Hoffbauer erkrankte auf einer seiner Handelsreisen als Teppichhändler schwer. Er wurde im Diakonissenhaus in Alexandria gepflegt und entschloß sich nach seiner Heimkehr, sein Vermögen in den Dienst der tätigen christlichen Nächstenliebe einzubringen. Das kinderlose Ehepaar bestimmte per Testament die Einrichtung eines Erziehungshauses für evangelische Ganz-oder Halbweisen aus dem gebildeten Mittelstand. Geleitet werden sollte die Einrichtung vom Rheinisch-Westfälischen Verein für Bildung und Beschäftigung evangelischer Diakonissen. Hermann Hoffbauer verstarb 1884. Nach seinem Tod begann Klara Hoffbauer mit der Verwirklichung des Stiftungsgedanken. 1898 erwarb sie ein 16 Hektar großes Gelände auf der Halbinsel Tornow südlich von Potsdam. Das Gelände wurde parkähnlich angelegt und mehrere Gebäude mit unterschiedlichen Zweckbestimmungen errichtet. 1894 wurde das Stiftungsgelände zu einem selbständigen Gutsbezirk und wurde nun Hermannswerder zu Ehren des Stifters genannt. 1902 entstand eine unabhängige Anstaltsparochie und 1906 trennte sich die Stiftung vom Rheinisch-Westfälischen Verein. Neben einem Schulgebäude mit der seit 1905 zugelassenen öffentlichen zehnklassigen Lehreinrichtung entstanden auf dem Areal eine Turnhalle, sechs Waisenhäuser, 2 Krankenhäuser, das Diakonissen-Mutterhau,das Seminargebäude, das Oberlyzeum und eine Kirche.

Literatur

  • Andreas Kitschke: Kirchen in Potsdam Evangelische Verlagsanstalt Berlin 1983 1. Auflage (keine ISBN)

Weblinks