Hotel Stadt Königsberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Hotel besaß - eine Seltenheit in der damaligen Zeit - Zimmer mit fliessendem warmen und kalten Wasser. Von einer Terrasse auf der Rückseite konnten die Gäste weit über die [[Havel]] sehen. Der ''Grieben'' vermerkte: 28 Zimmer in den Preiskategorien von 3,50 bis 6,00 Mark, Zentralheizung, eine Autohalle sowie eine eigene Anlegestelle für Dampfer und Motorboote.  
 
Das Hotel besaß - eine Seltenheit in der damaligen Zeit - Zimmer mit fliessendem warmen und kalten Wasser. Von einer Terrasse auf der Rückseite konnten die Gäste weit über die [[Havel]] sehen. Der ''Grieben'' vermerkte: 28 Zimmer in den Preiskategorien von 3,50 bis 6,00 Mark, Zentralheizung, eine Autohalle sowie eine eigene Anlegestelle für Dampfer und Motorboote.  
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== Tanzunterricht im Festsaal ==
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Im Hotel „Stadt Königsberg“  veranstalteten seit dem Winterhalbjahr 1903  die Geschwister  Martha und Alfred Aptisch aus dem Tanzinstitut Ida Aptisch in Berlin, Rosenthaler Straße 39[http://digital.zlb.de/viewer/fullscreen/10089470_1903/47/], die Mitglieder der Genossenschaft Deutscher Tanzlehrer  waren, einen „Privat-Tanz-Zirkel.“ Prospekte hierfür waren beim Portier des Hotels erhältlich.  Vor Beginn des „Lehrkurses“ nahmen die Tanzlehrerin und der Tanzlehrer  Anmeldungen dienstags und freitags persönlich im Hotel Zimmer Nr. 30  von 16.30 bis  19.30  Uhr entgegen, wie es in einer örtlichen Zeitungsanzeige hieß.
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Vor der beabsichtigten Durchführung der Tanzkurse in Potsdam  richteten Martha und Alfred Aptisch  eine Anfrage an den Polizei-Präsidenten in Potsdam  und erhielten  die Antwort (Aktenzeichen J. No. II 17414 vom 9. Oktober 1903), dass es einer polizeilichen Erlaubnis zur Erteilung des Tanzunterrichts  nicht bedarf, jedoch  einer Anzeige zur Eröffnung des Gewerbebetriebes in Potsdam gemäß § 35 der in Preußen  geltenden Gewerbeordnung. Auf Grund des Schriftwechsels  mit der Polizeibehörde  durfte der Tanzunterricht im Hotel Stadt Königsberg ab Oktober 1903 stattfinden.
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Die Tanzschule Apitsch beauftragte vielfach  den Potsdamer Hof-Fotografen Ernst Eichgrün  zum Ende  eines Tanzkurses die Teilnehmenden als Gruppe abzulichten. Die Fotos wurden auf Pappe aufgezogen und mit „Ernst  Eichgrün“ in Schreibschrift  und dem Zusatz in Druckschrift „Hofphotograph“ versehen.
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Am 23. Februar 1918 fand ein Abschieds-Ball der Tanzschule Apitsch im Hotel Stadt Königsberg statt, der als Kostümfest bzw. „Maskenfest“ veranstaltet wurde.
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== Zerstörung im II. Weltkrieg ==
  
 
Das Gebäude wurde am 14. April 1945 in der [[Nacht von Potsdam]] völlig zerstört. Für das Grundstück Brauerstraße 2 erhielt die Lelbach-Stiftung des Unternehmer Abris Lelbach den Zuschlag für die Neubebauung. Sein Entwurf stammmt von dem italienischen Star-Architekten Franco Stella.  
 
Das Gebäude wurde am 14. April 1945 in der [[Nacht von Potsdam]] völlig zerstört. Für das Grundstück Brauerstraße 2 erhielt die Lelbach-Stiftung des Unternehmer Abris Lelbach den Zuschlag für die Neubebauung. Sein Entwurf stammmt von dem italienischen Star-Architekten Franco Stella.  
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* Grieben – Ausgabe 10/1938
 
* Grieben – Ausgabe 10/1938
 
* MAZ vom 3. August 2012
 
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* Privatarchiv Schudi 45
  
 
[[Kategorie:Hotels|Stadt Königsberg]]
 
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Version vom 14. Juni 2016, 13:37 Uhr

Das Hotel in der Brauerstraße, 1918

Das Hotel "Stadt Königsberg" befand sich in der Innenstadt von Potsdam, in der Brauerstraße 1-2. Es stand direkt am Alten Markt, neben dem Palast Barberini.

Das Hotel besaß - eine Seltenheit in der damaligen Zeit - Zimmer mit fliessendem warmen und kalten Wasser. Von einer Terrasse auf der Rückseite konnten die Gäste weit über die Havel sehen. Der Grieben vermerkte: 28 Zimmer in den Preiskategorien von 3,50 bis 6,00 Mark, Zentralheizung, eine Autohalle sowie eine eigene Anlegestelle für Dampfer und Motorboote.

Tanzunterricht im Festsaal

Im Hotel „Stadt Königsberg“ veranstalteten seit dem Winterhalbjahr 1903 die Geschwister Martha und Alfred Aptisch aus dem Tanzinstitut Ida Aptisch in Berlin, Rosenthaler Straße 39[1], die Mitglieder der Genossenschaft Deutscher Tanzlehrer waren, einen „Privat-Tanz-Zirkel.“ Prospekte hierfür waren beim Portier des Hotels erhältlich. Vor Beginn des „Lehrkurses“ nahmen die Tanzlehrerin und der Tanzlehrer Anmeldungen dienstags und freitags persönlich im Hotel Zimmer Nr. 30 von 16.30 bis 19.30 Uhr entgegen, wie es in einer örtlichen Zeitungsanzeige hieß.

Vor der beabsichtigten Durchführung der Tanzkurse in Potsdam richteten Martha und Alfred Aptisch eine Anfrage an den Polizei-Präsidenten in Potsdam und erhielten die Antwort (Aktenzeichen J. No. II 17414 vom 9. Oktober 1903), dass es einer polizeilichen Erlaubnis zur Erteilung des Tanzunterrichts nicht bedarf, jedoch einer Anzeige zur Eröffnung des Gewerbebetriebes in Potsdam gemäß § 35 der in Preußen geltenden Gewerbeordnung. Auf Grund des Schriftwechsels mit der Polizeibehörde durfte der Tanzunterricht im Hotel Stadt Königsberg ab Oktober 1903 stattfinden. Die Tanzschule Apitsch beauftragte vielfach den Potsdamer Hof-Fotografen Ernst Eichgrün zum Ende eines Tanzkurses die Teilnehmenden als Gruppe abzulichten. Die Fotos wurden auf Pappe aufgezogen und mit „Ernst Eichgrün“ in Schreibschrift und dem Zusatz in Druckschrift „Hofphotograph“ versehen.

Am 23. Februar 1918 fand ein Abschieds-Ball der Tanzschule Apitsch im Hotel Stadt Königsberg statt, der als Kostümfest bzw. „Maskenfest“ veranstaltet wurde.

Zerstörung im II. Weltkrieg

Das Gebäude wurde am 14. April 1945 in der Nacht von Potsdam völlig zerstört. Für das Grundstück Brauerstraße 2 erhielt die Lelbach-Stiftung des Unternehmer Abris Lelbach den Zuschlag für die Neubebauung. Sein Entwurf stammmt von dem italienischen Star-Architekten Franco Stella.

Quellen

  • Grieben – Ausgabe 10/1938
  • MAZ vom 3. August 2012
  • Privatarchiv Schudi 45