Johann Gottfried Schadow

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Johann Gottfried Schadow

Johann Gottfried Schadow wurde am 20.5.1764 in Berlin geboren. Nach dem Besuch einer Stadtschule beginnt er eine Bildhauerlehre in der königlichen Bildhauerwerkstatt. Gleichzeitig besucht er die Kunstakademie, wo er sich zeichnerische Fähigkeiten aneignet. Anschließend lebte Schadow zwei Jahren in Italien. Dort studiert er die Antike, pflegt Kontakte zu bedeutenden Künstlern seiner Zeit und gewinnt einen Preis bei einem Wettbewerb.

1787 kehrt Schadow nach Berlin zurück. In Staatsminister von Heinitz findet er einen wichtigen Gönner und Förderer. Dieser sorgt zunächst für eine Anstellung bei der königlichen Porzellanmanufaktur, für die Schadow mehrere Figuren modelliert. 1788 wird Schadow Leiter der Hofbildhauerwerkstatt. Damit verbunden ist das Amt eines „Directors aller Sculpturen“ beim Oberhofbauamt, dessen Direktor Carl Gotthold Langhans ist. Viele Schöpfungen Schadows entstehen hier in enger Zusammenarbeit mit Langhans.

Schadows erstes großes Werk ist 1790 das Grabmal für den als Kind verstorbenen Grafen Alexander von der Mark, gemeinsamer Sohn der Gräfin Lichtenau und König Friedrich Wilhelm II.. In der Folge entstanden große Marmordenkmäler, die Schadows Ruhm begründen, wie "Friedrich der Große" in Stettin (1793) und " Zieten" in Berlin (1794). Seine bekanntestes Werke - nach der Quadriga auf dem Brandenburger Tor - sind die Prinzessinnengruppe "Luise und Friederike" (1795/97) im Berliner Schloss und "Fürst Leopold von Anhalt-Dessau" (1800) in Berlin.

Ab 1815 ist Schadow Direktor der Akademie der Künste in Berlin. 1830 verleiht ihm die Berliner philosophische Fakultät die Ehrendoktorwürde. 1836 muss sich Schadow einer Augenoperation unterziehen und beschränkt sich nun aufs Zeichnen. Neben Porträts entstehen satirische Zeichnungen, auch manche Lithographien.

Schadow stirbt am 27.1.1850 in Berlin und wurde auf dem Dortheenstädtischen Friedhof in Berlin begraben.

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