Johann Samuel Sello

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Johann Samuel Sello (getauft am 30. November 1724 in Berlin; † 12.; 16. oder 17. April 1787 in Bornstedt) war ein preußischer Hofgärtner. Er gehörte zu der Hofgärtner-Dynastie Sello.

Geschichte

Johann Samuel Sello im Jahr 1724 in Berlin und am 30.11. desselben Jahres in Berlin getauft. Wie sein Vater, Johann Justus Sello, der Planteur (wörtlich: Pflanzer, hier: Gärtner) im Berliner Tiergarten war, begann Johann Samuel eine gärtnerische Ausbildung. Nach seinen Wanderjahren, die ihn durch Deutschland, Holland und Frankreich führten, wurde er Hofgärtners in Rheinsberg.

Durch einen Postentausch erlangte Sello die Leitung über den Küchengarten von Sanssouci, dem späteren Marlygarten. Zusätzlich fiel nun unter seiner Verantwortung ein Treibhaus, welches sich am Standort der heutigen Bildergalerie befand. Dazu gehörten auch die sechs verglasten, 89 Meter breiten, Stützmauern und Frühbeete für Melonen, die auf dem südlichen Hang dieses Berges angelegt waren.

In den beiden Ehen von Sello wurden insgesamt vierzehn Kinder geboren. Davon war Carl Julius Samuel, aus der ersten Ehe, sein Amtsnachfolger im Küchengarten. Der aus der zweiten Ehe stammende Christian Ludwig Samuel wurde später Hofgärtner in Caputh und übernahm dann das Terrassenrevier von Sanssouci.

Johann Samuel Sello starb im April 1787 (genaue Datum wird unterschiedlich wiedergegeben) in Bornstedt. Er wurde auf dem späteren familieneigenen „Sello-Friedhof“ des Bornstedter Friedhofes beigesetzt, wo auch seine beiden Ehefrauen bestattet wurden. Sein Gedenkstein wurde erst im Jahr 1910 aufgestellt. Die Lebensdaten auf dem Stein sind aber unkorrekt.

Weblinks

Quellen

  • „Preußisch Grün. Hofgärtner in Brandenburg-Preußen“, Herausgeber: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Henschel, Potsdam 2004, ISBN 3-89487-489-9
  • „Potsdam und Sans-Souci. Forschungen und Quellen zur Geschichte von Burg, Stadt und Park“ von Georg Sello; Breslau, 1888
  • „Märkische Grablege im höfischen Glanze. Der Bornstedter Friedhof zu Potsdam“, von Karlheinz Deisenroth, Berlin 2003
  • „Die Blüte der Fruchtkultur im Sanssouci Friedrichs II. “ von Gerd Schurig, in: „Friederisiko. Friedrich der Grosse“, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Hirner, München 2012