Johannes Schöne: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Hans Schöne''', der eigentlich Johannes hieß, wurde am 23.04.1920 in Oberhausen (Ruhrgebiet) geboren. Seine fußballerische Laufbahn begann er beim holländischen Verein PSV Eindhoven, wo sein Vater als Glasbläser tätig war. Hier spielte er von 1932 bis 1937. Weitere Stationen bis zum Ende des Krieges waren TSV Weißwasser (1937 bis 1940), SV Gelb-Weiß Görlitz (1941), SG SS Straßburg (1942), Spvgg Breslau 02 (1942 bis 1944). Die Kriegszeit verbrachte er als fußballspielender Soldat in Deutschland. So brauchte H. Scöne zwar nicht an die Front, aber der Krieg verhinderte Spiele auf internationale Ebene.
 
'''Hans Schöne''', der eigentlich Johannes hieß, wurde am 23.04.1920 in Oberhausen (Ruhrgebiet) geboren. Seine fußballerische Laufbahn begann er beim holländischen Verein PSV Eindhoven, wo sein Vater als Glasbläser tätig war. Hier spielte er von 1932 bis 1937. Weitere Stationen bis zum Ende des Krieges waren TSV Weißwasser (1937 bis 1940), SV Gelb-Weiß Görlitz (1941), SG SS Straßburg (1942), Spvgg Breslau 02 (1942 bis 1944). Die Kriegszeit verbrachte er als fußballspielender Soldat in Deutschland. So brauchte H. Scöne zwar nicht an die Front, aber der Krieg verhinderte Spiele auf internationale Ebene.
  

Version vom 7. Dezember 2009, 16:33 Uhr

Hans Schöne (links) in Aktion

Hans Schöne, der eigentlich Johannes hieß, wurde am 23.04.1920 in Oberhausen (Ruhrgebiet) geboren. Seine fußballerische Laufbahn begann er beim holländischen Verein PSV Eindhoven, wo sein Vater als Glasbläser tätig war. Hier spielte er von 1932 bis 1937. Weitere Stationen bis zum Ende des Krieges waren TSV Weißwasser (1937 bis 1940), SV Gelb-Weiß Görlitz (1941), SG SS Straßburg (1942), Spvgg Breslau 02 (1942 bis 1944). Die Kriegszeit verbrachte er als fußballspielender Soldat in Deutschland. So brauchte H. Scöne zwar nicht an die Front, aber der Krieg verhinderte Spiele auf internationale Ebene.

Am 1.11.1942 gelag "Hannes" - wie ihn seine Freunde nannten - etwas sensationelles, rekordverdächtiges. In einem Punktspiel (Breslau 02 gegen Tuspo Liegnitz - oberste Spielklasse von Niederschlesien) erzielte Hans Schöne dreimal hintereinander drei Treffer in einer Halbzeit. Außerdem schoß er noch drei weitere Tore, also kam er auf insgesamt zwölf Tore. Das Spiel endete 15:1 für Breslau.

1946 verschlug es “Hanne” zur SG Cottbus-Ost, mit der er 1947 und 1948 Brandenburgischer Landesmeister wurde. Als 30-jähriger wechselte H. Schöne nach Potsdam. Die BSG Rotation Babelsberg sollte die erfolgreichste Station in der Laufbahn von Hans Schöne werden. Schon in einem seiner ersten Spiele (26.August 1950 im Viertelfinale des FDGB-Pokals im “Karli” gegen Sachsenverlag Dresden) demonstrierte er seine außergewöhnliche Schußkraft und Spieltechnik. Rotation gewann 11:0 und "Hanne" schoß allein sieben Tore. 1951 wurde er mit 38 Treffern Torschützenkönig der DDR-Oberliga. Dieser Rekord wird ewig bestehen bleiben, denn er wurde nie überboten, solange die DDR bestand.

Hans Schöne war aber nicht bloß einfach ein Torschütze, ein Abstauber oder der Mann mit dem "Killerinstinkt". Er war auch ein erstklassiger Stratege, der ein Spiel dirigieren konnte. Und er konnte perfekt mit dem Ball umgehen. Am 18.Mai 1952 spielte er folgerichtig erstmals als Kapitän der DDR-Nationalmannschaft in einem - damals noch inoffiziellen - Länderspiel in Budapest gegen Ungarn, die seinerzeit die Weltspitze präsentierten. Weitere Länderspieleinsätze folgten. Es wurden - auf Grund der politischen Nachkriegssituation - nur drei offiziellen Länderspiele (gegen Rümänien, Polen und Bulgarien) gewertet. Am 15.März 1959 spielte "Hannes" im “Karli” gegen Einheit Greifswald zum letzten Mal in einem Pflichtspiel.


Nach seiner aktiven Laufbahn wurde Hans Schöne Übungsleiter bei KVP Vorwärts Potsdam (1957 bis 1959), SC Potsdam (1960 bis 1965) und Motor Babelsberg (1965 bis 1979). Beruflich war er über 30 Jahre als Bildredakteur bei der “Märkischen Volksstimme” tätig.

Hans Schöne verstarb am 3.08.1989 in Babelsberg.