Karl-Liebknecht-Straße

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Die Karl-Liebknecht-Straße befindet sich im Potsdamer Stadtteil Babelsberg und wurde nach dem Politiker Karl Liebknecht benannt. Sie verbindet den Lutherplatz und die Großbeerenstraße mit der Allee nach Glienicke in Babelsberg Nord.

Geschichte

Die Priester-Strasse, um 1920

Die Karl-Liebknecht-Straße war ursprünglich ein Triftweg zwischen Neuendorf und den Weiden im Norden des heutigen Stadtteils. Damals gab es noch keine direkte Verbindung vom Neuendorfer Anger zu diesem Triftweg – über Wiesen ging es über einen Trampelpfad nach Norden.

Mit der Gründung der Kolonie Nowawes im Jahr 1751 begann die eigentliche Existenz der Straße. Nach dem Bau der ersten Weberhäuser in der Alten Lindenstraße erstreckte sich die nächste Bauphase auf diesem Terrain. Begonnen wurde an der Alten Lindenstraße in Richtung Norden. Es entstand die Priesterstraße, wie sie damals hieß, und einige Nebenstraßen. Ihren Namen hatte die Straße von 1759 bis 1945 inne, benannt nach dem hier gelegenen Pfarrhaus (Haus-Nr. 28).

Der südliche Teil der heutigen Karl-Liebknecht-Straße entstand erst viele Jahre später. Da hier die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn, die im Jahr 1838 zwischen Potsdam und Berlin angelegt wurde, diesen Straßenabschnitt kreuzte und sich auch der Eingang zum Bahnhof befand, nannte man sie Eisenbahnstraße. Die Züge fuhren damals ebenerdig durch die Ortschaft. Auch die 1866 für Nowawes und Neuendorf erbaute Bahnstation lag ebenerdig. Erst in den Jahren von 1911 bis 1914 erfolgte die Höherlegung der Bahnlinie einschließlich des Bahnhofes.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Priesterstraße und die Eisenbahnstraße zusammengelegt und erhielten den Namen des sozialistischen Politikers und Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD), Karl Liebknecht.

Quellen

Weblinks